Es ist Samstag. Das Wetter so mäßig gut. Wir sind aus dem Urlaub zurück und ich bin beim Mittagessen auf eine Doku gestossen, in der es um den einzigen National Park Portugals geht. Ich habe den Anfang verpasst, ich verpasse auch das Ende. Das macht aber nichts, denn den Ausschnitt, den ich gesehen habe, der hat mich nachdenklich gemacht.
In dem Beitrag ging es um eine Frau, die in einem der alten Dörfer Leinen pflückt und diesem per Handarbeit zu Garn verarbeitet. Der Garn wurde dann in alter Tradition mit Hilfe eines Webstuhls zu einem Kleidungsstück. Vorher hatte ich mir nie wirklich Gedanken darum gemacht, wie Leinen verarbeitet wird, wie die Kleidungsstücke wohl entstehen. Das war eine unglaubliche Arbeit und ehrlich gesagt wäre 1 Meter Leinengarn aus Handarbeit heute auch unbezahlbar. Umso nachdenklicher wurde ich: Wie werden eigentlich unsere Kleidungsstücke heute gefertigt? Per Maschine oder doch eher von schlecht bezahlten Arbeiter:innen in Asien.
Klar, klingt es immer gut, wenn etwas „handgemacht“ ist, doch wie viel Arbeit da wirklich drin steckt, das ist den Meisten (inklusive mir) wohl eher nicht bewusst. Welche fleißigen Bienen da am Werk waren. Ob es nun Kleidung oder Holzarbeiten sind. Wir schätzen die aufwendige Arbeit nicht genug wert.
Seit einigen Jahren achte ich vermehrt darauf, dass ich grüne und faire Kleidung/Textilien kaufe. Nach dieser Doku umso mehr. Denn all diese Dinge, die wir ständig konsumieren, wurden irgendwo hergestellt. Wahrscheinlich nur selten nach alter Tradition und selten in Handarbeit, aber nichts desto trotz sollten wir auch den Selbstverständlichkeiten ein bisschen mehr Achtung schenken.


Also hier ist Freitag … ich erwähne es nur. Eventuell bist du ein wenig durcheinander, kann das sein? Mal unter uns: Ich weiß es auch nur, weil ich morgen, am Samstag eine Woche Urlaub an die Ostseeküste fahre. 😉
Anderes Thema: Ich liebe Kornblumen und habe das ungute Gefühl, es werden immer weniger …
LikeLike
Nee, ich schreibe viele Blogeinträge vor und veröffentliche sie erst später. Den habe ich am 22.06. (ein Samstag) geschrieben 🙂 Das mache ich häufig, wenn ich Themen habe, die mich beschäftigen, ich aber zB noch keine Fotos dafür habe oder eine Urlaubsreihe nicht unterbrechen mag.
LikeLike
Und zu den Kornblumen: Da stimme ich zu. Den Mohn habe ich zum Glück dieses Jahr viel gesehen, aber nur wenige Kornblumen. Schade, wenn es so ist, dass sie immer weniger werden.
LikeLike
Ich war auf Rügen. Da gibt es sie noch, zum Teil in so großer Zahl, dass ein Feld blau den Himmel wiederspiegelt.
Die Landwirte müssen das wollen.
Wenn sie ihr Feld als Monokultur lieber haben, wirds nix mit papaver nudicaule und centaurea montana
LikeGefällt 1 Person
Deswegen kaufe ich Klamotten fast nur noch Second Hand und rette Möbel vom Sperrmüll, so da noch was zu retten ist, oder baue selbst.
LikeLike
Da gehe ich mit 🙂
LikeLike