Kuckuck

Diesen sehr eindrücklichen Vogel habe ich in den letzten Wochen viel gehört. Gerade von Anfang bis Ende Mai war sein bekannter Ruf überall auf den Wiesen und an den Waldränden zu hören. Ich fuhr durch die Gegend, ob zur Arbeit oder auf der Radtour, immer klang das „Kuckuck“ zu mir herüber. Den Kuckuck zu fotografieren ist gar nicht so leicht, denn er ist unglaublich scheu. Meistens sitzt er weit entfernt von Wegen, irgendwo oben auf einem Baum.

Eine Dreiviertelstunde hat’s mich gekostet, bis ich ihn erwischt hatte. In der Zeit habe ich mich hinter Büschen versteckt und versucht zu orten, wo er gerade war. Aber der Kuckuck scheint ein schlauer Vogel zu sein: Nicht nur, dass er keine Nester baut, sondern sein Ei in fremde Nester legt, nein er kann anscheinend auch nach Bedarf und ganz bewusst die Lautstärke seiner Rufe anpassen. Während ich hinter dem Busch stand und ihn laut rufen hörte, war ich mir sehr sicher ihn gleich vor der Linse zu haben. Doch dann rief er plötzlich nur noch ganz leise, als wäre er weit entfernt. Und ich bewegte mich wieder, ein bisschen aus meiner Deckung raus und schwupps war er weg – von dem Platz, ganz nah.

Es gibt jetzt also nur ein einziges Bild von diesem Vogel. Er ist halt keine Meise oder Amsel, die lassen nämlich etwas lieber fotografieren. Ich war aber schon froh, wenigstens ein Bild gemacht zu haben und ihn aus so naher Nähe mal beobachten zu können. Natürlich war ich immer darauf bedacht ihm nicht hinterher zu laufen oder ihn irgendwie anderweitig zu stören.

Hier nun noch der Ruf des Kuckucks. Er erinnert mich immer an die Uhr meiner Urgroßmutter, die bei ihr im Wohnzimmer hing. Stündlich schoss daraus der längliche Vogel hervor und kuckuckte los.

One reply to “Kuckuck

Hinterlasse eine Antwort zu Lopadistory Antwort abbrechen

close-alt close collapse comment ellipsis expand gallery heart lock menu next pinned previous reply search share star