Das Wochenende liegt nun schon wieder einige Tage hinter uns. Der Mittwoch ist beinahe rum, also sind wir dem nächsten Wochenende schon wieder ganz nah. Vom Wochenendwetter ist draußen nichts mehr zu sehen. Im Süden des Landes regnet es seit letzter Nacht und eigentlich hat es auch seitdem nicht mehr aufgehört. Dieses dunkle Wetter macht mich müde. Den ganzen Tag habe ich auf dem Sofa gefaulenzt und mir den Sonnenschein herbeigewünscht. Alle Blüten, die am Wochenende schon eifrig ihre Köpfe gen Himmel gereckt hatten, sind nun wieder verschlossen. Der Frühlingsbeginn macht eine kleine Pause.



In diesem Pausenatemzug werde ich unruhig. Merke, wie ich schon wieder zwischen verschiedenen Optionen hin und her springe. Hinterfrage. Schwanke. Ich finde es schön hier im Süden. Fühle mich angekommen, war beruhigt darüber, endlich ein bisschen Fuß gefasst zu haben. Habe eine Arbeit, die mir Spaß macht und neue Jobperspektiven zusätzlich fürs Frühjahr. Gehe meinen Hobbys nach. Habe mir ein Kajak gekauft und möchte die Nähe zum Wasser gar nicht mehr missen. Der Blick auf die Berge. Die zahlreichen Wander- und Fahrradtourmöglichkeiten. Alles gesammelt hier unten an einem Ort.
Trotzdem wird es nicht für immer sein. Die Wünsche langfristig irgendwo anzukommen, sich selbstständig zu machen, einen Hof zu haben sind da. Manchmal denke ich, es gar nicht schnell genug gehen und ich würde im nächsten Moment alle Zelte abreißen. Manchmal ist es genau das Gegenteil, und ein Umzug zurück in nördlichere Zonen könnte ruhig noch etwas länger bleiben, weil hier unten noch lange nicht alles ausgekostet wurde. Eine schwankende Gemütslage, die mich stresst – und nur, weil ich mal wieder gerne beides auf einmal hätte.
