Bücher

Seitdem ich in Konstanz einen Leserausweis für die Stadtbibliothek habe, fahre ich regelmäßig vor der Arbeit dort vorbei. Die Bücher gehen über den Tresen wie Bier in einer Kneipe. Über den bedruckten Papierbatzen bin ich allerdings viel glücklicher als über Alkohol. Mein Ebook Reader liegt seitdem vergessen im Schrank. Weil ich gute Bücher teilen muss, hier mal wieder eine Bücherliste.


Barbara stirbt nicht

Wunderbare Charaktere, wie so oft in Alina Bronskys Romanen. Ein sehr ernstes Thema charmant und mit Witz verpackt. Das war nicht das erste Buch, was ich von ihr in diesem Jahr gelesen habe. Schallplattensommer habe ich innerhalb zwei Tage weggelesen und nach Barbara stirbt nicht, habe ich mir die älteren Bücher von ihr ausgeliehen und mindestens genau so schnell gelesen. Die Geschichten sind jedes Mal mit tollen Persönlichkeiten bestückt und haben eine angenehme Länge. Ich würde beinah sagen, sie könnten öfters auch etwas länger sein.


Zur See

Wenn das Meer in Büchern vorkommt, bin ich eigentlich grundsätzlich dabei. Dieses Buch hat mich aber nicht nur wegen der schönen Beschreibungen dieser großen Wasserfläche gepackt. Auch hier finden sich kantige Charaktere wieder, mit denen man sich dennoch einfach gut identifizieren kann. Ein eher karger Schreibstil wie man ihn von Dörte Hansen gewohnt ist, passend zur See und trotzdem mit allen nötigen Worten beschrieben. Es weckt Sehnsucht nach dem Meer. Ich habe mich stehen sehen, neben den fiktiven Menschen – barfuß am Strand, auf dem Deck eines Schiffs.


Die Jahre des Maulwurfs

Ich habe etwas gebraucht, um mit dem Schreibstil von Kerstin Brune zurechtzukommen. Am Anfang habe ich mich schnell verloren, weil er mir zu sprunghaft war. Das gab sich nach ein paar Seiten, denn genau dieser Stil passt perfekt auf die Protagonistinnen. Es vermittelt den Charakter über all die Worte, aber auch über die Schnelligkeit, den Wechsel. Viel Witz und eine Menge Gefühle stecken ebenfalls in diesem Buch.


Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen

Schon der erste Roman von Ironmonger hat mich in irgendeiner Weise berührt. Ganz spezieller, häufig philosophischer Schreibstil. Auch der zweite Roman hat mich dann wieder gepackt. Das Thema brandaktuell: Der Klimawandel. Wer sich auch mit schwieriger Kost wohlfühlt, dann kann er/sie auch nach den anderen drei genannten Büchern auch noch das hier lesen.

3 replies to “Bücher

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