Vom Teufelsberg nach Wedding (Berlin)

Teufelsberg

Der Samstag war bitterkalt. Wir beschlossen ein bisschen spazieren zu gehen. Eigentlich, weil die Sonne so schön schien. Uneigentlich, weil man so viel von der Stadt zu Fuß entdecken kann. Nach kurzem Umentscheiden ging es zum Teufelsberg. Der Weg dorthin war alles andere als leicht. Die Wege waren komplett vereist und wir schlitterten mit unseren Sportschuhen nur so hin und her. Sowohl er, als auch ich, legten uns an dem Tag aufs Eis. Wir küssten es quasi. Nicht aus Liebe.

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Von weiter weg ein bisschen mystisch.

Auf dem Teufelsberg steht eine alte Radarstation. Schon von weitem kann man die Ruinen davon erkennen. Verfallene Orte haben immer etwas Gruseliges. Doch umso näher wir herantraten, desto weniger mystisch wurde es. Überall lungerten die Menschen herum. Wir beschlossen dann die 8 Euro Eintritt auf uns zu nehmen und uns das Ganze mal von innen anzusehen.

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Skeptisch waren wir. Aber es lohnt sich, haben sie gesagt. Überall ist Street Art und Urban Style zu finden. Aber es ist mehr erzwungen, als gekonnt. Trotzdem ist es ganz spannend, die Graffitis in den verschiedenen Abschnitten der Station zu sehen. Die Führung haben wir leider nur noch am Schluss mitbekommen. Die Radarstation sollte wohl sogar mal als Hotelanlage umgebaut werden. Der Ausblick ist es auf jeden Fall wert.

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Im Sonnendunst das große B.

Abseits von Berlin und trotzdem mitten drin. Irgendwie in dunstiger, weiter naher Ferne liegt die große Stadt. Nach dem wir uns an einen heißen Tee geklammert hatten, ging es rauf in die Kuppel. Das absolute Highlight des ganzen Berges. Der Schall ist genial, die Akustik umwerfend. Alle Leute quatschen durcheinander, machen Geräusche, jubeln. Alles schallt zurück und man weiß überhaupt nicht mehr, aus welcher Richtung welches Geräusch ursprünglich kam. Da kann man sich den ganzen Tag mit beschäftigen! Kein Wunder, dass sie damit früher aus 50.000 km Entfernung empfangen konnten. Kein Wunder.

Susam

Komplett durchgefroren kamen wir in Moabit an. Ich brauchte ewig, um wieder aufzutauen. Ewig. Eigentlich den ganzen Abend. Aber das leckere Stück Torte bei Susam half auf jeden Fall, um die Lebensgeister wieder in Schwung zu bringen. Einfach lecker!

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Lecker bis zum geht nicht mehr!

Prime Time Theater

Am Abend wagten wir uns dann nach Wedding. Ins Theater. Heuten hatten wir ja noch nicht ganz so viel Kultur, haha. Zuerst waren wir uns uneinig, ob wir überhaupt wieder in die Kälte raus wollten, wo gar nicht sicher war, ob wir überhaupt Karten bekommen würden. Doch wir motivierten uns. Wir machten das jetzt einfach. Und ich sag euch was: Das war die beste Idee seit langem!  Wir bekamen noch Restkarten, mussten allerdings 1,5 Stunden darauf warten und hatten recht schlechte Plätze, aber es lohnte sich so sehr! Im Prime Time Theater wird Gutes Wedding, Schlechtes Wedding aufgeführt. Dieses Mal die 108. Folge-in gewissen Abständen kommt dann eine neue raus. Das Stück ist wie eine Soap aufgebaut und super witzig. Ich habe lange nicht mehr so gelacht. Ehrlich gesagt kam ich mit dem Lachen nicht hinterher. Am Sonntag musste ich mir das dann erst mal als Serie in der rbb Mediathek anschauen. Als Theaterstück allerdings soooo viel besser!

Könnt ihr euch ja hier mal selber anschauen.

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