Jetzt Sturm

Wieder vier Tage Sturm und jetzt Windstille. Vier Tage aufgewühlte Gefühle, stummes streiten, lautes Schweigen und langsames Gedankenrasen. Immer wieder ungeklärt. Immer wieder Krisengespräche nachdem wir an Punkten ankommen, an denen wir nicht weiterkönnen. Entweder du oder ich. Punkte, die unseren Weg markieren. Kleine Stecknadelköpfe in einer Karte, die unseren Lauf beschreibt.

„Manche Dinge gehören, wenn du sie einmal geliebt hast, für immer zu dir. Wenn du versuchst sie loszuwerden beschreiben sie eine Kreisbahn und kehren zu dir zurück. Sie werden zu einem Teil deiner Selbst.“
– Kill your darlings

Irgendwann wird dieses Reden nicht mehr weiterhelfen. Immer ist da nur dieses Haareraufen und auf und ab tigern, während du nachdenkst und verzweifelst und während ich dich anstarre und dich endlich verstehen will. Letztendlich gehe ich, um dich zu schützen. Vor mir und meinen Gefühlen.

Wir schaukeln uns hoch und höher. Bis in die Wolken. Aber bei Wolke 7 kommen wir nie an. Vier Tage habe ich gedacht, dass das nun das Ende ist. Dieses Ende habe ich mir immer spektakulärer vorgestellt. Mit riesigem Knall und verletzten Gefühlen und das wir uns endlich mal anschreien und nicht immer nur mit Blicken töten. Das wir endlich mal Klartext sprechen und nicht immer nur die Angst sprechen lassen. Du wirst sarkastisch, ich zynisch.

Aber das endet nicht so. Mehr sind wir nicht. Mehr werden wir nicht. Mehr wollen wir nicht. Der Sturm ruht, es ist windstill. Aber wer weiß, für wie lange. Für jetzt. Immer nur jetzt gerade.

9 replies to “Jetzt Sturm

  1. Oje – das ist ja wirklich ein Gefühlschaos ! 😥
    Ich würde Dir so sehr wünschen, dass Du da raus kommst – wenn auch mit Schrecken oder Tränen, aber eben mit klaren Gefühlen und Gedanken …

    Einen lieben Tröste-Gruß aus Berlin sendet Dir Bärlinerin

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      1. Leider kann man ja per Mail und so aus der Ferne schlecht trösten …
        Aber ich hoffe sehr, dass Du bald eine Entscheidung treffen kannst !

        Liebe Grüße aus dem Winter-Frühling-Berlin

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  2. Ich merke, dass ich mittlerweile ziemlich selten online bin..

    Ich hasse schweigen. Ich werde lieber angeschrien, mir werden lieber Dinge an den Kopf geworfen. Ich brauche leben, schweigen macht mich kirre. Schweigen hat soetwas ungewisses an sich. Woran man ist. Was eigentlich los ist. Was der jeweils andere denkt.
    Ich würde dir so gerne helfen, aber wie?! … Deswegen fühl dich fest von mir gedrückt!
    Wie sagt Casper so schön? „Am Ende wird alles gut und ist es nicht gut, ist es verdammt noch mal nicht das Ende – nein!“

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    1. Schweigen tut er ja auch nicht wirklich. Es ist ja auch kein richtiges streiten, eher ein verzweifeln, weil man weiß, dass es so nicht weitergehen kann und man am ende doch so weitermacht.
      Danke für die Umarmung-ich drück dich ganz lieb zurück! Und auf Casper höre ich in solchen Fällen ja liebendgern. (:

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