Teneriffa: Kleine Orte, große Freude

Auch auf dieser Insel gibt es Orte, an denen man nicht einfach so vorbeirasen sollte. Nicht nur, weil man im Urlaub alles ruhig und langsam angeht, sondern auch, weil die Orte so viel Sehenswertes zu bieten haben. Unmengen an Schönheit.

Garachico

Ein kleiner Küstenort im Nordosten der Insel. Steuert man an der Küste auf das kleine Städtchen zu, ist der Fels im Meer kaum zu übersehen. Mich erinnert er an Morro Bay, USA. (Überhaupt begegne ich dieses Jahr schon zum zweiten Mal Santa Cruz und Santa Barbara. So weit hätte ich also gar nicht reisen müssen.) Garachico wurde damals von den Lavaströmen zerstört und wieder aufgebaut. Jetzt ist die Stadt am Berg gebaut. Wunderschön bunt, wunderschön touristisch.

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Auf dem kleinen Platz in der Mitte befindet sich ein altes Herrenhaus, welches ein kleiner Besuch wert ist. Überragend viel zu sehen gibt es nicht, aber auf Entdeckungstour kann man ja dennoch gerne gehen. Ein altes Kloster wurde zum Altenheim umfunktioniert, am Meer sind die Schwimmbecken zu finden, direkt an der Küste reihen sich selbstverständlich auch Restaurants und Cafés aneinander. Nicht zu vergessen: Beim Parkplatz kann man ganz wunderbare Bilder mit dem Meer machen-der Bilderrahmen steht schon bereit.

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La Laguna

Mit dem Meer hat La Laguna nichts zu tun. Dafür umso mehr mit Studenten. Mit 152.000 Einwohner eine etwas größere Stadt. Ich habe auf die kleinen bunten, engen Gassen gewartet, wie ich sie aus Palma kenne. Aber: Teneriffa ist nicht Malle. Und so musste ich mich mit La Lagunas Straßen zufrieden geben. Was zugegebener Maßen kein allzu schlechter Kompromiss ist. Denn wer hier ein bisschen entlang bummelt, kann alte Häuser, bunte Häuser und etliche Touris entdecken. Geschäfte drängen sich auch eng aneinander. Wer den Stil mag, findet sicher einiges zum Shoppen.

In der Touristinformation kann man sogar deutsche Führungen mitmachen. Dazu hatten wir natürlich keine Zeit. Die Stadt kann man auch gut alleine erkunden, wenn man mal ein paar Schnappschüsse machen möchte und vor allem den leckersten Kuchen im Palmelita essen will. Ansonsten schaut man sich eben noch mal schnell bei 25 Grad im Schatten eine kostenlose Krippenausstellung an. (Mit dem Weihnachtsgefühl werde ich hier nicht ganz so warm.)

El Medano

Zu diesem Ort kann ich nur eins sagen: Es ist verdammt heiß hier im Süden. Pflanzen wachsen kaum welche, alles ist trocken. Dafür bietet El Medano ganz wunderbare Surfershops und die besten Bedingungen zum Windsurfen und Kiten. Während also die ganzen Surfer mit gefühlten 200km/h dem Horizont entgegen düsten, saßen wir gelassen auf der Promenade und tranken Kaffee. Obwohl sich hier wirklich Cafe an Cafe reiht, bekommt man kaum einen Platz. Alle wollen die Sonne nutzen, alle wollen dem Spektakel auf dem Wasser zusehen. Es ist ja auch einfach herrlich. (Natürlich schaffte ich es nicht mir ein Brett und Rigg zu leihen. Wofür ich dann auch Zuhause direkt hart ausgelacht wurde.)

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Wer sich weg von der Promenade und hinein in den Ort wagt, findet weitere kleine Geschäfte, den Hafen und das dicke Walskelett. Wanderwege führen in alle Richtungen. Urlaub machen vom feinsten.

Vilaflor

Das höchstgelegene Dorf Teneriffas. Dazu kann ich nicht viel sagen. Es ist nicht besonders schön hier, es ist nicht besonders warm hier und weil wir an Weihnachten dort waren, war der Ort wie ausgestorben. Mit ein bisschen mehr Leben, könnte es ganz nett hier sein.

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Ein paar Meter vor Vilaflor findet man übrigens riesige, dicke Kiefern. Die sind locker 50-60 Meter hoch. Für einen kleinen Menschen wie mich ist sowas immer wieder imposant. Für andere Menschen scheinbar auch, denn die tummeln sich alle um die Bäumchen herum. Vielleicht auch, weil hier tatsächlich mitten im Dezember schon ein Mandelbaum blühte.

Las Americas

Touristischer geht es nicht. Hotel an Hotel. Eine Promenade mit Schnickschnack-Geschäften und Cafes. Überall an der Promenade saßen Menschen in den Bars und tranken um 13 Uhr Mittags Bier oder Cocktails. Es war eine komische Atmosphäre. Irgendwie erzwungen, irgendwie zu sehr „wir müssen hier jetzt entspannen, denn wir haben Urlaub“.

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Das änderte sich für mich auch erst, als ich die Promenade etwas weiter entlang lief und aufs Meer blicken konnte. Wellenreiter wo man auch hinschaute. Nach Trunkenbolden, nehme ich dann doch lieber die Wassersportler. Die sind wenigstens nicht erzwungen fröhlich, die sind einfach nur fröhlich.

3 replies to “Teneriffa: Kleine Orte, große Freude

  1. Diese vielen Ortsnamen scheinen einem alle irgendwie bekannt 😉
    Das liegt wohl daran, dass viele Orte in den südlichen Ländern ähnlich heißen und auch ähnlich aussehen, oder ?
    Schöln, dass Du uns an Deinen Eindrücken teilhaben läßt ! 🙂

    Liebe Grüße Bärlinerin

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    1. Das kann gut sein. Gerade gleich aussehen tun sie oft, das auf jeden Fall. Ob sie oft auch gleich heißen, kann ich gar nicht so beurteilen. Nur, dass mir eben Santa Cruz und Santa Barbara zum Beispiel in Amerika im Mai begegnet sind. 😉
      Aller liebste Grüße
      Ines

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