Teneriffa: Puerto de la Cruz

Nach einem wirklich unspektakulären Flug, landete ich doch tatsächlich mitten im Sommer. Schon als ich im Süden aus dem Flieger stieg war mir klar: Es sind mindestens 26 Grad. Im Dezember. Im Schatten. Ich hatte eine lange schwarze Hose an, weil ich ja ausgesprochen gut informiert war. Wie immer. Auch die 04:40 Std Flugzeit waren mir doch irgendwie überraschend lang vorgekommen. Doch eins ist klar: Mein Vater hatte mit seinem ständig wiederholten Satz schon mit der Flugzeit recht. „Teneriffa ist nicht Malle!“ und ich wusste nicht, was mich erwarten würde, geschweige denn, was damit gemeint sein sollte. Doch ich sollte diesen Satz des Öfteren in Gedanken wiederholen und selber merken, dass diese beiden Insel, gehören sie doch zum gleichen Land, sich in nichts ähneln.

Teneriffa ist Vulkangebiet. Teneriffa ist Hotspot sämtlicher Wassersportler. Es ist warm hier, das ganze Jahr über. Es liegt ja schließlich auch knapp neben der Sahara. Eigentlich gehört es vom Gefühl her mehr zu Afrika, als zu Spanien. Und trotzdem reden sie hier alle Spanisch. Wie immer so schnell und unverständlich, dass mir das ganze tatsächlich einfach nur spanisch vorkommt.

Puerto de la Cruz

Die sechstgrößte Stadt auf Teneriffa. Der Hotspot für Touristen im Norden der Insel. Knappe 30.000 Einwohner und darunter ich. Kein Wunder, dass Puerto ein Magnet für Touris ist. Alles ist so entspannt hier. Die Hotels sind entweder direkt an der Promenade oder am Berg angesiedelt und verteilen sich somit über die Stadt. Einziger Nachteil an Puerto ist: Es geht entweder steil bergab oder steil bergauf. Ein dazwischen gibt es nicht. Läuft man also vom Hotel zur Promenade, hat man die Wanderung für den Tag schon erfüllt.

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Um mal auf den Punkt zu kommen, man hält es gut 14 Tage in Puerto aus, ohne das einem groß langweilig wird. Ob man nun die lange Promenade entlang schlendert und den Wellenreitern beim bezwingen des Elements Wasser zuschaut oder vergeblich in den vielen kleinen Restaurants und Cafes nach einem freien Platz sucht. Die Innenstadt ist bunt. Insgeheim glaube ich, dass niemand hier sein Haus in der gleichen Farbe wie sein Nachbar streichen darf. Genau diese Farben machen das „jetzt-bin-ich-im-Urlaub-Gefühl“ aus.

Weil es ja nicht seltsam genug ist, dass plötzlich 26 Grad im Schatten sind, hängt auch noch überall die Weihnachtsbeleuchtung herum. Ein bisschen Kunstschnee mit eingeschlossen. An jeder Ecke häufen sich die Weihnachtssterne-ganze Büsche gibt es hiervon. Das war wohl das, woran ich mich am langsamsten gewöhnte. Das auch am Strand Weihnachten gefeiert werden kann.

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Einen Hafen gibt es auch (Puerto ohne Puerto wäre ja auch ein Witz). Genauso wie die drei kleinen Strände. Kurz vor Ortsende, der Playa Jardin und den Strand in einer Bucht, perfekt zum Wellenreiten. Und weil hier ja alles anders ist, ist der Sand hier schwarz. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig sieht das schon aus, aber nach dem zweiten Tag ist es selbstverständlich. Von der Promenade aus, schaut man direkt auf ein großes Meerwasserschwimmbad. Für den Sommer sicher eine reizende Idee.

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Ein bisschen warm werden muss man ja immer erst einmal. Du mit der Insel und die Insel mit dir. Irgendwann harmoniert man dann jedoch so gut, dass man einfach die Augen weit öffnen kann, um all die Schönheit zu entdecken. All die kleinen, versteckten Glücksmomente. Puerto Cruz ist ein herrlicher Ausgangspunkt für die Entdeckung dieser abenteuerreichen Insel.

Lie

  • Im Dezember plötzlich im Sommer sein
  • Eine farbenfrohe Stadt lieben lernen
  • Urlaubsgefühl all inclusive
  • Nach ein paar Tagen sogar auf Spanisch entkoffinierten Kaffee bestellen-und verstanden werden
  • Offenen Menschen begegnen

6 replies to “Teneriffa: Puerto de la Cruz

  1. Oben das Wasserfoto sieht ja irre aus. Ist das ein Geysir – freilich dürfte sein Wasser dann nicht zu heiß sein? Überhaupt, ich glaube, Du warst wirklich in einer anderen Welt …

    Viele liebe Grüße an Dich!

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  2. Von draußen zentimeterhohem Schnee zu Sommergefühlen hier im Blog – herrlich! 🙂 Die Bilder sehen toll aus und auch hier in Deutschland wurden die Palmen zu Weihnachten geschmückt – zumindest im Wohnzimmer meiner Großeltern. Regt zum Schmunzeln an, wenn man an Heiligabend vor einer Palme mit Lametta und Christbaumkugeln steht.
    Bunte, immer andersfarbige Häuser klingt wie Musik in meinen Ohren. Ich finde sowas toll! Auch in Köln ist mir das begegnet und ich hatte so eine Freude daran, dass P. schon ein klein wenig genervt war 😀
    Hach, es klingt so wundervoll! Da komme ich gleich in Laune mich für unseren Sommerurlaub schlau zu machen 🙂

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    1. Ist ja witzig, dass deine Großeltern auch die Palmen schmücken. (: Ein bisschen komisch ist das schon, aber irgendwie gewöhnt man sich doch schneller als gedacht daran. 😀
      Oh ja, in Köln habe ich das auch schon entdeckt-einfach herrlich diese Stadt. (:
      Einen Urlaub ist es immer wert. Gibt es noch andere Urlaubsideen?

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      1. Das haben sie dieses Jahr das erste Mal gemacht, weil hier ja auch kein Weihnachtsfeeling war. Sie wurden schon immer kreativ 😀
        Wir haben eigentlich noch keinen so rechten Plan, ´dafür Träume, die wir uns dieses Jahr nicht leisten können. Zurzeit peilen wir den spanischen Raum an, mal schauen, wo wir im Endeffekt landen werden 🙂

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