Früh ins Bett, nachdem die Sonne hinter den Hügeln verschwand. Und früh wieder aufstehen, als sie noch nicht wieder aufgegangen war. Der Mond noch immer am Himmel, leuchtete so hell, dass ich die Sterne nicht sah. Ich hatte mich nicht rechtzeitig losgemacht, aber die Wanderung war dennoch wunderschön.


Während ich die ersten Höhenmeter nahm, färbte sich der Himmel langsam rosa. Die Rehe verschreckt, liefen in den Wald hinein. Ich lief hinterher, immer den Berg hinauf. Ständig stehen bleibend, denn die Landschaft und das Licht waren herrlich. Weich. Golden. Warm.





Je höher ich kam, desto schneeiger wurde es. Die schmalen Pfade waren teilweise noch mit Eis und Schneematsch bedeckt. Ich musste gut schauen, dass ich konzentriert blieb. Der stürmische Wind machte es nicht einfacher. Oben auf dem Gipfel wurde es besonders ungemütlich. Da hatte ich mir vorgenommen ganz in Ruhe oben angekommen, zu frühstücken. Mir pfiff der Wind aber so sehr entgegen, dass ich das auf einen späteren Zeitpunkt verschob.





Der Schnee am Gipfel ging mir bis zur Wade. Ich stackste bis zum Gipfelkreuz, verzog das Gesicht vor Kälte und weil man auf der anderen Seite des Belchen nur in flaches, offenes Land schaute. Mein Aufstieg war mit sehr viel schöneren Aussichten bestückt und ich war froh, dass ich diesen auch wieder hinunter nahm. Allerdings waren die ersten 150 hm ziemliche anstrengend – im Schnee, rutschig, bergab.





Aber ich kam heile unten an. Auf dem Rückweg, vielleicht 1,5 km vor dem Parkplatz wollte ich mir noch das Gesicht im Wassertrog waschen. Weil alles überschwemmt war, balancierte ich bis an den Rand. Beim Schöpfen rutschte ich ab und landete mit der linken Hälfte meines Körpers im Wasser. Zum Glück war der Pullover hier unten nicht mehr allzu notwendig und bis zum Auto war es nicht mehr weit.