Alleine durch den Schwarzwald. Hinein in den Wald. Durch den Nebel laufend. Trotzdem überall die Schönheit spürend. Die Magie, die dieser Ort bereit hält. Schnee unter den Sohlen. Hoch ist er. Versinke drin. Rutsche aus auf ihm. Stolpere, fange mich auf. Weiter durch den Schwarzwald. Alleine.
Buchfinken singen ihre Regenlieder. Moos strahlt grün aus dem Weißgrau. Weich sieht es aus. Kuschelig. Streiche sachte drüber. Steige bergauf, bergan. Hinauf zur Aussicht. Hinauf zum Hochblauen. Weiß, es wird keine Aussicht geben. Aber ich laufe trotzdem gerne. Schärfe meine Sinne im Nebel.



Verweile nicht. Bleibe nicht stehen. Nur für die Fotos. Treffe eigentlich niemanden. Sehe niemanden, höre niemanden. Nur den Wald um mich herum.

Dann komme ich am Turm an. Wie erwartete gibt es nichts zu sehen. Unendliches Weiß in der Ferne. Schaue in die Richtung der Vogesen. Aus der Richtung, aus der ich vorhin kam. Zwischenzeitlich so schönes Wetter und jetzt wieder alles voller Nebel und Schnee. Vielleicht ist auf den „Berg“ gehen doch nicht immer eine gute Idee. Doch. Es lohnt sich immer. Rausgehen. Immunsystem stärken.






Kleine Pfade belaufen. Licht sehen. Das Schöne im Ungemütlichen finden. Der Schwarzwald ist wohl noch im Winterschlaf. Zumindest an manchen Stellen. Denn als ich abends eine halbe Stunde weiterfuhr, empfing mich strahlender blauer Himmel, tosende Vogelkonzerte und sprießende Knospen.
