Detox

Eigentlich wollt ich seit langem mal wieder mit Zuckerfasten anfangen. Aber in der aktuell sehr stressigen Zeit, kriege ich das nicht hin. Ich hoffe auf eine Besserung nach Ostern. Was ich stattdessen seit vier Wochen mache: Samstags als handyfreien Tag zu nutzen. Das klappt sehr gut und ich freu mich quasi schon immer darauf, wenn ich samstags das Handy beiseite legen kann.

Am ersten Samstag war es gar kein Problem, da ich mit K zusammen den Umzug gemacht habe und dadurch gut abgelenkt war. Nur zum Laden des Autos musste ich dann doch kurz den Flugmodus verlassen. Am zweiten Samstag war ich in Chironico. Alle wichtigen Leute dabei gehabt und gar kein Stress, das Handy mal in der Ecke liegen zu haben. Der dritte Samstag war etwas schwieriger. Das war kurz nach der OP von M, aber ich konnte dennoch alles ohne Handy regeln. Und diesen Samstag genau so.

Es fühlt sich richtig befreiend an, das Handy mal wegzulegen. Immer wieder kommt der Gedanken „oh, das muss ich jetzt mal nachgucken“, aber dann fällt mir schnell auf, dass ich das auch wann anders nachgucken kann oder das es gar nicht so wichtig ist und ich nichts nachgucken muss. Vielleicht weite ich den handyfreien Samstag ja auch noch auf die anderen Medien aus. Mal wieder mehr lesen, statt Fernsehen. Gerade muss ich häufig an den Wochenenden noch was für die Praxis machen, daher bleibt der Laptop noch vom Detox verschont.

Diesen Samstag war überraschenderweise die Sonne draußen, bevor es am Nachmittag zu regnen beginnen sollte, also schnappte ich mir die Kamera und lief los. Einmal durch den Wald. Ich lauschte auf Zilpzalp, Spechte und den Wind.

Ich beobachtete Ameisen, die auf ihren Haufen umherwuselten. Es war ein gutes Gefühl da zu stehen und ihnen beim Arbeiten zuzuschauen, während ich nichts zu arbeiten hatte. Mein Mammutbaum holte ich dann doch noch kurz die Handykamera hervor. Streichelte einmal über die weiche Rinde, ließ ihm ein Lächeln da.

Am ersten Samstag machte K. beim handyfreien Samstag mit. Diesen Sonntag schrieb mir S., dass er ebenfalls mal gedetoxt hatte. Und bisher kamen nur positive Rückmeldungen. Das freut mich am meisten. Also wenn ihr das Handy mal zur Seite legen wollt, tut es einfach. Es lohnt sich.

One reply to “Detox

  1. Da ich nach wie vor kein Smartphone besitze (nur ein sehr einfaches Tastenmobiltelefon), habe ich viele „handyfreie“ Tage. Ich genieße das, überhaupt die Unabhängigkeit, die ich mir damit bewahrt habe, obwohl ich dafür inzwischen schon einen ganz schön hohen Preis zahle, da ich viele „Vergünstigungen“ aber auch wirkliche Vorteile nicht in Anspruch nehmen kann. Aber ich will und werde konsequent bleiben, auch wenn man immer öfter geradezu genötigt wird, Apps zu benutzen etc.

    Auch meinen Insta-Account habe ich vor etwa drei Wochen gelöscht. Obwohl ich dort nur sehr eingeschränkt aktiv war, habe ich zuletzt Unmengen von unerwünschter Werbung und „Anfragen“ von zweifelhaften Bots erhalten. Also weg mit dem Account – leider habe und werde ich damit auch ein paar mir wichtig bzw. sympathisch gewordene Kontakte verlieren …

    Liebe Grüße an Dich, Ines, und danke für die vielen schönen Naturfotografien, nicht nur in diesem Eintrag hier. ✨

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