Das Leben auf dem Hof

Morgens braucht es keinen Wecker mehr. Ich orientiere mich an den Gesängen der Vögel. Wenn erst zwei singen, dann weiß ich, dass ich noch ein bisschen schlafen kann. Startet das Konzert, höre ich Singdrosseln, Meisen, Buchfinken, Zaunkönige und co, dann klingelt der Wecker bald. An Tagen wo ich nicht arbeiten muss, entdecke ich den Hof auf meine Weise. Ich sitze in der Sonne, ich mache Fotos, ich schaue den Eseln zu und den Hühnis.

Die Gummistiefel haben sich bewährt. Sobald es regnet ist der Matsch überall. Die Autos immer dreckig, die Katzenpfoten auch. Der Kater verteilt den Matsch in der ganzen Wohnung. Nachts kommt er zum Kuscheln. Die Ruhe ist heilsam. Jeder Gast und jede Gästin hat das bisher bestätigt. Ein kleines bisschen ist der Wunsch nach dem Hof also in Erfüllung gegangen.

Die Hühnis sind glücklich. Der Hahn passt auf. Fotos machen geht nur unter Aufsicht. Und dann wird laut krakelt. Ab und zu kommen Spaziergänger:innen vorbei. Und der Mond geht auf, er geht unter. Die Sonne geht auf, sie geht unter.

Mit jedem Meter, den ich von der Arbeit näher an das Zuhause komme, wächst Ruhe in mir. Sie bleibt, wenn ich hier bin. Wenn ich die Hühner beobachtete, wie sie im Misthaufen graben oder die Esel, wenn sie I-Aen, wenn ich auf den Hof fahre. Gerade ist alles gut.

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