Wilde Gefühle

Eisnächte die ihre Spuren am Tag sichtbar werden lassen. Gefrorene Autoscheiben, Bäume, Wiesen, Wege und Straßen. Die Landschaft in Weiß getaucht. Nebel, der gefriert. Die Sonne ein seltener Gast. Mal ein paar Stunden zu Besuch, mal tagelang abgetaucht im Wintermodus. Raus in den Nebel geht man. Nicht. Will die Kälte nicht im Körper haben, sich lieber drinnen verkriechen.

Drinnen, wo die Wärme bis ins Herz kriecht. Wo kalte Haut auf deine warme trifft. Da wo wir uns berühren. Bleibt ein Brandmal. Bleibt zurück. Als Erinnerung an den Tag. Nach einem Tag draußen in der Kälte. Es gibt keine schlechten Motive, nur schlechte Lichtverhältnisse. Grau in Grau. Manchmal strahlendes Weiß. Der Winter ist ein farbenloses Spiel. Am See.

Das Geschnatter der Wasservögel. Manchmal wie kleine Geister im Nebel, ohne sichtbar zu werden. Aufgeregte Gespräche im Trupp. Durcheinander, ungeordnet. Hier darf das Chaos herrschen. Wild. Ungestüm. Wie es auch Gefühle sein können.

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