Der vorletzte Tag war angebrochen. Das Wetter wurde Richtung Süden dann doch etwas freundlicher und trockener. In Sandefjord stoppten wir dann noch für einen Bummel durch die Stadt, Mittagessen und am Abend einen kleinen Abstecher im Schärengarten. Die Schärenlandschaften hatten es mir damals in Schweden sehr angetan und ich war beinahe verleitet, trotz des ungemütlichen Wetters, ins Meer zu springen.


Unser Stellplatz für die Nacht fand sich dann irgendwo im Nirgendwo zwischen Sandefjord und Kristiansand. Ein wenig spektakulärer Parkplatz. Es schüttete am Abend und in der Nacht extrem. Am nächsten Morgen war vom Regen erstmal nichts mehr zu sehen.

Wir juckelten nach Kristiansand und verbrachten noch zwei Stunden in der Stadt. Mittagessen, Kaffeetrinken und ein kleiner Stop für Souvenirs. Dann reihten wir uns in die Schlange der wartenden Autos für die Fähre ein. Ich hatte ein bisschen Sorge, weil ich damals nach Schottland etwas seekrank geworden war. Zunächst stellte sich aber ein ganz anderes Problem: Wir mussten in der Linie einreihen. Die Linie gab es nicht und als uns gesagt wurde, wir sollten nach ganz links fahren, brach der Stress aus. Ich musste mehrmalig rangieren, weil diese Spur durch Betonpfeiler abgegrenzt war.
Am Ende hatte alles geklappt. Einparken unter Deck, Fähre legte pünktlich ab. Die erste Stunde musste ich mich sehr auf den Horizont konzentrieren. Die Wellen waren recht stark, nahmen zum Glück aber ab, sodass ich am Ende sogar ein bisschen lesen konnte.

In Dänemark ging es dann noch ca. 3 Stunden durch’s Land, um schonmal möglichst viel Strecke zu machen. Eine kurze Nacht, weiter ging es Richtung Heimatstadt. Dort Nachversorgung für den Urlaub. Am Samstagmorgen verließ ich dann früh meine Heimat und kam gegen Mittag am Bodensee an. Gefahren waren wir in den 2,5 Wochen ca. 8.000 km. Otis hielt gut durch, machte keine Faxen.
Boah, Fährfahrt… da hätte mir die ganzen Tage zuvor schon vor gegraust. 🙂
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Ah, bist du auch jemand, der seekrank wird?
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Notfalls auch flußkrank. 🙂 Brauche mir so ein Schiff nur von draußen anzusehen. Bin ja durchaus gern am Wasser, aber nicht drauf.
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Oh jeeee
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