Hundwiler Höhi [Schweiz]

Beim Telefonat mit meiner Mama hat sie mich gefragt, ob ich alleine wandern war. Und ich habe gesagt, dass ich sicher in nächster Zeit viel alleine unterwegs sein werde. Jetzt bin ich dieses Wochenende nicht alleine unterwegs gewesen. Das hat sich gut angefühlt. Raus zu gehen, in die Fast-Berge und ein bisschen über Berge und Bouldern zu reden.

Unsere Wanderung führte auf die Hundwiler Höhi. 13 km lang, knappe 600 hm. Immerhin haben wir motiviert Pläne geschmiedet, wie wir die Säntis Besteigung dieses Jahr evtl. doch noch realisieren können. Außerdem kann mir A jemanden vermitteln, der die 7 Churfürsten mitmachen würde. Alleine würd ich die Projekte wahrscheinlich Jahr ums Jahr aufschieben und mich in anderen Dingen verlieren.

In der Schweiz wirkt das Gras heute wieder besonders grün. Das Wetter spielt zum Glück den ganzen Tag mit. Schlecht angesagt, gibt es doch nur ein paar Wolken. Mal nimmt der Wind etwas zu und lässt uns frösteln. Mal knallt die Sonne so, dass wir froh um unsere kurzen Hosen sind.

Oben auf der Höhi sitzen wir erstmal. Einfach da. Schauen auf die Berge drumherum. Ich habe ein Deja-vu von letzter Woche: Der hohe Kasten, die Kreuzberge, der Säntis, der Kronberg. Und wir davor, frontaler Blick. Erst hatten wir überlegt die hohe Kasten – Saxerlücke Wanderung zu machen. Allerdings hängen die Wolken in den höheren Bergen tief. Wir sind froh, dass wir nicht drin stecken. Der Säntis zeigt sich nur ganz zaghaft. Sonst umhüllt er sich mit dicken Wolken.

Auf dem Weg hinauf und auch hinab treffen wir immer wieder auf Kühe. I, offenbar großer Kuhfan, freut sich jedes Mal wie ein Kind. A und ich bleiben skeptisch. Was uns aber viel mehr Angst macht, sind die bellenden Hunde, die irgendwo aus den Hofgebäuden hinausschiessen und uns verfolgen, bis wir wieder weit genug von den Gebäuden weg sind.

Die Hundwiler Höhi ist ein ziemlich beliebtes Ausflugsziel, vor allem bei gutem Wetter, vor allen an den Wochenenden. Wir begegnen auch immer wieder Leuten, zum Glück entzerrt es sich auf den Wegen sehr. Hinauf zur Höhi geht’s über Wiesen voller Blumen und durch Wald. Abschließend ein kleines Stück Gratwanderung bis zum Gipfel. Immer tolle Aussichten. Hinunter geht’s auch noch mal auf einem breiten Grat entlang und dann an den Felswänden vorbei, durch Wald. Nur der letzte Teil der Strecke ist an der Straße etwas nervig zu laufen. Alles in allem aber verständlich, warum die Leute dieses Ziel so gerne anstreben.

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