Heimatbesuch

Seit letzter Woche ist viel, viel Regen bei uns runter gekommen. Der Wasserpegel im Bodensee erreicht beinahe den Stand wie beim Jahrhundertwasser 1999. Einige Wege sind überflutet, da wo man am Ufer entlang gehen oder fahren will, reicht das Wasser nah an den Weg ran. Ich mag mir gar nicht ausdenken, ob und wie viele Nester der Vögel eventuell überflutet worden sind. Seit Montagmittag hat es zum Glück aufgehört zu regnen, heute dann das komplette Gegenteil: 24 Grad und die Sonne ballert vom Himmel.

Von Mittwoch bis Sonntag war ich in der Heimat und in Lüneburg. Ich muss sagen, es ist ein weiter, weiter Weg in den Norden. Vor allem am Sonntag saßen wir knapp 7,5 Std. im Auto, ohne Pause, dafür aber mit sehr viel Stau und – wer hätte es gedacht – Regen. Umso schöner war jedoch der Besuch bei meiner Familie. Meine Großeltern und meinen Großonkel hatte ich seit Weihnachten nicht gesehen.
In Lüneburg habe ich meinen besten Freund nach einem knappen Jahr auf einen Kaffee und einen Spaziergang getroffen. Außerdem habe ich bei Freunden übernachtet. Es ist doch immer sehr erfrischend, wenn man plötzlich unter Leuten ist, die einen schon lange kennen. Kein langsames Vortesten, kein langwieriges Kennenlernen und Freundschaften aufbauen. Nö, da kann man einfach sein, wie man ist. Die kennen einen ja schon. Vielleicht hört ihr hier ein bisschen Sehnsucht nach meinen Lieblingsmenschen raus. Und vielleicht auch ein ganz bisschen, das die Zeit hier unten am Bodensee nicht für immer andauern wird.

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