Die Welt dreht sich manchmal viel zu schnell. Das Leben rast dahin und vorbei, ohne das man zugreifen kann, ohne etwas festzuhalten. Aufstehen, arbeiten, zu Bett gehen, schlafen und schon dreht sich das Hamsterrad weiter. Kein Aussteigen möglich. Damals, als Kind, fühlte sich ein Tag manchmal sehr lang an und ein Sommer war unendlich. Eine halbe Ewigkeit. Jetzt ist ein Tag viel zu kurz, nie gibt es genug Stunden, für all das, was man noch vor hat und machen möchte. Es liegt hauptsächlich an der Arbeit, so meine Vermutung. Letztes Frühjahr und Sommer als wir mit unserem Bus in Süßeuropa unterwegs waren, fühlte sich jeder Tag an wie damals als Kind. Lang, mit vielen Stunden, die mit viel Erkundung zu füllen waren. Mit neuen Entdeckungen und Beobachtungen.
Auch im Alltag lohnt es sich mal kurz inne zu halten. Den Nachmittag noch für etwas Neues zu nutzen oder auch nur für die Würdigung kleiner Dinge. Vielleicht sind es die Bienen oder der Taubenschwanz im Garten. Vielleicht ist es ein spannendes Buch. Manchmal sind es auch einfach nur die Beobachtungen der Wolken, die schnell am Himmel ziehen oder das Lauschen der Vogelgesänge. Egal, was es bei euch ist, gönnt euch doch mal das kurze Aussteigen aus der Schnelllebigkeit. Genießt die Momente, wo sich die Zeit streckt.


Ich kenne das Gefühl. Man denkt manchmal man kommt kaum zu Atem.
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Das beschreibt es sehr gut!
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