Weidenbau

Manchmal beobachte ich Kinder auf dem Weg zur Schule und erinnere mich, wie mein Schulweg damals war. Manchmal sehe ich Kinder nach der Schule, auf dem Nachhauseweg und erinnere mich an das Gefühl, das eingetreten ist, wenn die Schule aus war. Doppelt gut, wenn es ein Freitag war. Am Mittwoch habe ich mich ebenfalls an meine Kindheit und Jugend zu Schulzeiten erinnert. In der 7. Klasse waren wir bei einem Waldtag und habe den Waldrand von Eschen befreit. Daran erinnere ich mich noch ziemlich gut. Eine körperliche Arbeit in der Gemeinschaft.

Dieses Mal wurden keine Pflanzen oder Bäume entfernt, viel mehr habe ich am Mittwoch mit vielen anderen naturbegeisterten Menschen etwas „gepflanzt“. Ich wusste vorher gar nicht so genau, wozu ich da zugesagt hatte. Weiden-Kathedralen bauen. Das hätten ganz kleine Weidengeflechte sein können oder ganz große. Und tatsächlich waren es die großen. Irgendwie fand ich es spannend, mit fremden Menschen, in einem Waldstück herumzulaufen und sich einen Plan zu machen, von einem Weidengebäude. Planung, Umsetzung, ins Gespräch kommen und gleichzeitig etwas für die Öffentlichkeitsarbeit tun. So können sich vielleicht die Schulkinder nach ihrem Besuch im Naturschutzgebiet, vielleicht in 15 Jahren, daran erinnern, wie sie damals die Weidenbauten erkundet haben.

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