Sonnenuntergang

Der Wind kühlt am Abend. Die Sonne ist kurz vorm untergehen. Wir stehen da und starren schräg neben diesen glühenden Ball. Hineingucken ist verboten. Dann sieht man helle Lichtflecken und Sternchen. Die Zeit vergeht im Moment wieder so rasend schnell. Kaum hat der Tag begonnen, endet er auch schon wieder. Ich hetze mich ab. Bin von morgens bis abends unterwegs. Habe eigentlich keine freie Minute, um mir mal Zeit für mich zu nehmen. Für Dinge, die mir Spaß machen.

Meine Augen brennen vom Orange. Die Welt wird in ein warmes Licht getaucht. Die Grillen zirpen. Es könnte sich wie Urlaub anfühlen. Noch sechs Tage arbeiten. Wie gerne würde ich mal wieder ein Buch aufschlagen und dann länger als fünf Minuten darin lesen. Oder Musik hören, ohne zu denken, das ich sofort etwas anderes tun muss. Wie gern würde ich mal wieder eine Tasse Tee in Ruhe trinken, ohne mich gehetzt zu fühlen.

Und dann sind da diese Momente. Wochenenden. Tage am See, an denen man einfach nur liegen und schwimmen muss. Sonnenuntergänge, bei denen man nur gucken muss. Sich mal nicht gehetzt fühlen müssen. Sich mal wieder richtig unterhalten können. Mal wieder ein bisschen was vom Leben mitbekommen dürfen.

Die Sonne strahlt ein einsames Flugzeug an. Die Gräser wiegen sich sachte im Wind. Mit einem Mal ist die Sonne hinter dem Horizont verschwunden. Mit einer Ruhe und Entschleunigung, wie es nur die Natur hinbekommt. Sonnenengerie getankt. Akku kurzfristig geladen.

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