Halloween

Dieser Monat begann so schön entspannt –  mit einem langen Wochenende an der See. Davon ist jetzt, zwei Wochen später, so gar nichts mehr zu merken. Ich arbeite mich gerade dumm und dämlich. Morgens früh aus dem Haus, abends spät zurück. Zumindest montags und mittwochs geht mir das so. Da mache ich nach meinem eigentlichen Job nämlich gerade noch Kindersitting. Da mir gerade aber alles so sehr über den Kopf wächst und ich die verzweifelt an der Reißleine ziehe, mache ich das auch nur noch bis Ende Oktober.

Außer arbeiten passiert in meinem Leben jetzt auch gerade nicht viel parallel. Dafür macht mir die Arbeit mit den Jugendlichen immer noch ziemlich viel Spaß. Ich habe mir einen guten Stand im Team erarbeitet. Zwei meiner Kollegen sind aus dem Team ausgestiegen, aus privaten Gründen, aber der Rest bleibt. Und das ist schön so wie es ist.

Seit einigen Wochen haben wir es geschafft mit den Jugendlichen einmal in der Woche therapeutisch klettern zu gehen. Sie lieben es und es ist so schön zu sehen, dass sie viel mehr in der Gruppe zusammen wachsen und schnell Erfolgserlebnisse an der Wand zeigen. Das ist einfach fabelhaft.

Die Ferien sind in Arbeitsbereichen mit Kinder und Jugendlichen immer besonders entspannt. Man kann sein Programm durchziehen und coole Aktionen starten. Beim Jugendamt, in den Schulen oder ähnliches erreicht man in den Ferien eh nur selten jemanden. Da bleibt mein Fokus eher auf den Gruppen. So haben wir letzte Woche wieder eine Intensivgruppe gestartet und haben drei Tage jeden Vormittag unsere sozialen Kompetenzen geschult. Am dritten Tag kam dann eine entspannte Bastelaktion. Ich lasse die Jugendlichen dann immer den Namen eines anderen ziehen, für diesen dann gebastelt wird. Die Vorgabe war einfach: Macht irgendwas aus den Klorollen, sodass es Halloweenmäßig aussieht.

Es ist herrlich wie kreativ die Kids dann werden und wie gut sie solche Aufträge umsetzen. Zum Schluss schreibt jeder jedem/jeder anderen Mitpatient_in eine positive Eigenschaft oder etwas, was er an der Person zu schätzen weiß, auf und legt ihm/ihr diesen Zettel in ihr Halloweennest. Das versüßt einfach ungemein den Tag. Viele der Jugendlichen bekommen viel zu selten etwas positives zu hören, können die Komplimente meist gar nicht annehmen. Auch ich bin immer wieder erstaunt, was für schöne Sachen auf den Zetteln stehen. An schlechten Tagen hole ich sie raus und lese sie schmunzelnd.

halloween

4 replies to “Halloween

    1. Und die Idee mit den Eigenschaften finde ich auch schön. Meine Erstklässler können zwar noch nicht schreiben, aber auch diese Idee würde ich mir gerne mal im Hinterkopf behalten. Bin ja erst sechs Wochen in diesem Bereich und sammle aktuell alles an Ideen, wie ich sie nur bekommen kann 🙂

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      1. Auf jeden Fall. Es ist super schön Komplimente zu erhalten und mal zu sehen, wie andere einen wahrnehmen. Ich mache ja jede Ferien dieses Intensivtraining und da bau ich jedes Mal einen Tag für die positive Eigenschaften ein. Ob es im Winter die Weihnachtskarten werden, in den Osterferien Osternester, in den Sommerferien Fische aus Papptellern oder eben jetzt die Klorollen-Aktion in de Herbstferien 🙂

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