Amsterdam

Nun ist wieder einige Zeit vergangen und ich habe es fast noch gar nicht geschafft meine eigentlichen Eindrücke von Amsterdam zusammenzufassen. Denn das bedarf eines eigenen Eintrags. Nach all der Schönheit dieser Stadt, aufgedröselt in den letzten Berichten, folgen jetzt noch ein paar kleine Impressionen. Plus ein Versuch mit ein paar Vorurteilen, Gerüchten und Befürchtungen aufzuräumen.

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Passt man nicht auf, wird man über den Haufen gefahren.

Ja, das würde ich allerdings direkt und sofort unterschreiben. Amsterdam ist erfüllt vom Geräusch der Fahrradklingel. Theoretisch könnte man hier klassische Konditionierung vom Feinsten betreiben. Steht man auf dem Fahrradweg, ist man verloren. Will man über die Straße, muss man immer fünf Mal schauen, ob auch wirklich keiner angerast kommt. Die Radfahrer bremsen nämlich nicht. Bist du im Weg, hast du Pech.

Amsterdamer sind genervt und unfreundlich.

Ganz klar: Nein. Was für Horrorgeschichten habe ich im Vorfeld gehört. Dass die Niederländer die Touristen beleidigen, alle super genervt und unfreundlich sind. Keineswegs. Viele waschechte Amsterdamer habe ich nicht getroffen, aber die, mit denen wir uns unterhalten haben, waren durch die Bank weg sehr nett. Die Niederländer sind ein fröhliches, offenes und witziges Volk. Außerdem könnte ich es absolut nachvollziehen, wenn sie genervt vom Overtourism und den Kiffertouristen wären…

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In den Niederlanden gibt es keine 1 & 2 Cent Stücke.

Richtig. Kauft man etwas für 3,49€, zahlt man automatisch 3,50€. Wechselgeld gibt es nämlich nicht in 1 oder 2 Cent. Das ganze kleine Kupfergeld wird auch gar nicht erst angenommen. Da muss man sehen, wen man mit den Centmünzen füttert.

Amsterdam ist nur Rotlichtviertel und Kiffertourismus.

Na ja. Und Kanäle, Bars, Geschäfte, Kunst und viele Menschen. Der Käse darf auch nicht vergessen werden. Nein, wirklich. Die Stadt wäre auch ohne Rotlicht und Hanf wunderschön und einen Besuch wert, aber ohne Sex & Drugs vielleicht wirklich auch etwas leerer.

Jeder darf hier Boot fahren.

Kann man denken, wenn man manche Unfälle im Wasser so beobachtet. Und teilweise stimmt das auch. Ich habe nachgelesen. Boote sind Scheinfrei bis zu einer Länge von 15 Metern fahrbar. 15 Meter sind lang und Boote nicht unbedingt so einfach zu fahren, wie es bei den geübten Amsterdamern so aussieht. Die Promillegrenze – auch ein wichtiges Kriterium – liegt bei 0,5.

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Lebkuchenhäuser am Hauptbahnhof.

Was lohnt sich?

  • Negen Straatjes : Wenn man gerne die Mode der nächsten Jahre sehen möchte und gerne shoppen geht.
  • Eiskaltes Heineken trinken: Vor allem nach einem ausgiebigen Rundgang durch die Stadt.
  • Am Kanal die Boote beobachten: Manchmal reicht sitzen und sich umschauen für die Abendbeschäftigung vollkommen aus.
  • Albert Cyup Market: Für einen großen, ausgiebigen Marktbummel.
  • Rembrandtplein: Hauptsächlich abends. Da steppt der Bär.
  • Vla Pudding für Zuhause kaufen: Falls die Sehnsucht nach Urlaub zur groß wird, kann man ihn wenigstens schmecken.
  • Im Jordaan bummeln: Einer der schönsten Stadtteile Amsterdams. Viele kleine Bars, Restaurants und Künstler. Da fühl‘ ich mich schon fast wie Zuhause.

Was steht noch auf der To-Do-List für’s nächste Mal?

  • Fietsen leihen und ein bisschen Rad fahren.
  • Ein Museum besuchen.
  • Die Parks besser erkunden.
  • An einen der Stadtstrände gehen.
  • Käse kaufen.

2 replies to “Amsterdam

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