Gefühl im Körper

Dem Morgen liegt immer ein gewisser Zauber inne. In der Stadt haben hier die wenigsten Wohnungen Balkone. So mache ich das Beste draus, reiße das Fenster auf, setze mich auf die Fensterbank und genieße die Stille. Es ist eine ganz besondere Stille. Sie birgt Zufriedenheit und innere Ruhe. Diese Stille gibt es nur im Zauber des Morgens.

Mittags im Wald herrscht ebenfalls Stille. Aber es ist eine andere Stille. Sie ist erwartungsvoller, als die frühe Stille. In den letzten Tagen mischt sie sich mit dem Frühling. Der Frühling ist nicht nur eine Jahreszeit, er ist ein Gefühl. Etwas, was man tief in sich spürt, während man am Wegesrand steht und in die Ferne blickt. Es kribbelt in einem, sobald man die ersten Blümchen und Knospen entdeckt. Vor allem aber dann, wenn die Temperaturen auf dem Thermometer steigen und die Sonne dabei scheint. Manchmal ist es sogar der Geruch nach Regen. Es beginnt in den Fußspitzen und geht bis hinauf zur Schädeldecke, das Frühlingskribbeln. Als würde der Körper aus einem langen Winterschlaf erwachen, sich schütteln und wieder durchstarten wollen.

An solchen Frühlingsmorgen ist die Welt vollkommen in Ordnung. Nicht nur in Ordnung, sie ist wunderschön. Das sind echte, einzigartige Genießermomente.

Frühling

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