Firlefanzaussortierung

kuntergrau

Der Geruch von Waschmittel. Mitten im Chaos aus Hosen, T-Shirts und Kleidern sitze ich und drücke mein Gesicht in den Pullover. Es ist Zeit auszumisten. Der Herbst steht vor der Tür und im Kleiderschrank haben zu viele Sachen ihren Dauerplatz gefunden. Nicht das ich für Wegwerfkonsum stehen würde, absolut nicht. Meine Klamotten liegen jahrelang im Schrank.

Eigentlich teilt sich mein Kleiderschrank sowieso wie folgt auf:
1. Klamotten, die ich nie anhabe, weil ich sie damals mal für cool befunden habe und sie seit dem Kauftag trotzdem nicht mehr in der Hand hatte. Manchmal lassen die sich nämlich mit den Klamotten zuhause irgendwie doch nicht so kombinieren wie ursprünglich gedacht.
2. Klamotten, die ich nie anhabe, weil man sie nur zu bestimmten Anlässen anziehen kann. Auf Hochzeiten und bei Abschlüssen oder Opas 70. Geburtstag zum Beispiel.
3. Klamotten, die ich selten anhabe, weil sie noch so schön neu sind und ich sie eigentlich zu schön finde, um sie anzuziehen.
4. Sportklamotten, Schwimmsachen und eben besagte Pullover vom Bruder oder von Ex-Freunden. Letzteres sortiere ich nie aus, weil sie für Sonntage einfach perfekt gemacht sind.

Der fünfte Punkt wäre „Klamotten, die ich ständig anhabe“, aber die sind genaugenommen nicht in meinem Schrank zu finden. Denn entweder habe ich sie an oder sie liegen in der Wäsche/hängen auf der Leine.

In den letzten Monaten habe ich so viel Kram ausgemistet, dass ich eigentlich nichts mehr zum Anziehen habe. Heute habe ich mich wieder von einigen Sachen getrennt. Mein Schrank ist nur noch voll mit Dingen, die ich wirklich anziehe. Es bleibt also eigentlich mehr Platz, um neues zu kaufen oder bei meinem Bruder mal wieder Hemden einzusacken. Auch M versuche ich ständig zu überzeugen, dass ihm dieser wunderschöne gestreifte Pulli überhaupt nicht steht. Manchmal geh‘ ich einen Schritt weiter und sage, er sieht aus wie eine Frau, wenn er den Pulli anhat (dabei würde der keinem Menschen besser stehen, als ihm). Man muss eben auch mal zu unfairen Tricks greifen. Der Pullover wird trotzdem nie in meinem Schrank landen.

Für mich gilt also mittlerweile folgende Regel: Jeden Monat einmal den Schrank durchschauen. Ab und zu darf man ein Teil, obwohl man es nie trägt, auch wieder zurücklegen. Aber wenn es das nächste Mal immer noch nicht wieder getragen wurde, dann wird das wahrscheinlich auch nicht mehr passieren-und deswegen weg damit. Sollten irgendwann wirklich alle Klamotten verschwunden sein, kann man ja immer noch Geschirr in den Kleiderschrank reinstellen. Oder so.

2 replies to “Firlefanzaussortierung

  1. und was machst du mit dem aussortierten? ich stelle irgendwann alle sbei ebay rein und freue mich über ein paar euro auf dem paypalkonto. 😉 ich miste auch regelmäßig aus, gerade erst wieder. meine hauptprobleme sind klamotten die immer enger werden und fehlkäufe. ich tätige echt viele fehlkäufe.

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    1. Meist gebe ich die einer Bekannten von meiner Mutter mit, die verscherbelt die dann auf dem Flohmarkt. Wirklich gute Sachen, die mal teuer waren, die verkaufe ich dann auch bei ebay und freue mich genau so wie du über ein paar Euro 🙂
      Oh je, ja das mit den Fehlkäufen kommt mir sehr bekannt vor 😉

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