Keep calm and carry on

Nun schwimme ich seit 2 Wochen im kalten Wasser, auch genannt das Arbeitsleben. Schon vor Beginn war mir klar, sobald ich meinen 8-stündigen Arbeitstag absolviert habe, werde ich danach nicht mehr im Pipi Langstrumpf Kostüm die Welt retten können. Oder was man sonst halt so in seiner Freizeit unternimmt. Ich habe schon damit gerechnet, dass meine Aktivitäten ganz schön eingeschränkt werden und ich somit eine Liste der wirklich wichtigen Dinge führen muss, die es in den paar Stunden des Abends noch zu erledigen gibt. (Nämlich Kaffee trinken, Füße hochlegen und vor allem viiiiiel schlafen.)

Eigentlich war ganz klar hier weiterhin fleißig zu schreiben und die Einträge meiner Blogfreunde zu kommentieren, steht weit oben. Aber bitte seid nachsichtig mit mir, wenn ich es dennoch erst viel später schaffe meinen Senf dazuzugeben oder Tage nichts auf meinem Blog passiert.

Zur Zeit schwirren mir tausend Gedanken, Lebensgeschichten, Gesichter und Namen im Kopf herum. Die meiste Zeit des Tages sitze ich. Hiermit möchte ich noch einmal persönlich dem Erfinder des Fahrrads danken! Noch mehr dem jenigen, der den Klettersport so ausgefuchst und populär gemacht hat.
Es ist immer schwierig einen Ausgleich zu dem zu finden, was man in der Arbeit erlebt. Auch wenn man nichts erlebt und einen ruhigen Tag hat, sitzt man dennoch viel rum. Mein Körper ist das nicht gewohnt. Der streikt dann einfach gerne mal und macht sich durch Rückenschmerzen bemerkbar.

Mir fiel es gestern nicht leicht mich mal nach der Arbeit aufzuraffen und zum Bouldern zu fahren. Guten Abend, Schweinehund. Da stand er einfach so im Weg und ich musste ihn erst einmal mit guten Argumenten wegquatschen. Aber es hat sich gelohnt. Auch wenn die Halle brechend voll war, konnten mein Bruder und ich uns gut auspowern.

„The best climber in the world is the one who’s having the most fun.“
-A. Lowe

Ich denke es geht vielen so, dass sie Sport als Ausgleich machen und sicher hat jeder da so seine Lieblingssportarten. Für mich ist Klettern einfach das Ding, was mir den Kopf wieder freimacht. Egal, wie voll er ist, sobald ich in der Halle bin, liegt die komplette Konzentration auf den Routen. In Gedanken wird dann eine Strategie erarbeitet, ein Konzept entwickelt, wie man irgendwie ans Ziel kommt. Nirgendwo geht das besser, als an der Wand. Klettern fordert also nicht nur meine Kraft und meinen Körper, sondern auch meinen Kopf. Ich pushe mich selbst jedes Mal aufs Neue mehr und mehr.
Und wenn es mal nicht weitergeht, die Kraft nachlässt, die Finger aufreißen oder der Lösungsansatz totaler Mist ist, dann bleibt nur das Motto: Keep calm and carry on.

12 replies to “Keep calm and carry on

  1. Mach Dir nur keinen Stress mit dem Schreiben – es ist richtig, die „wirklich wichtigen Dinge“ (siehe oben in Deinem Eintrag) im Blick zu behalten.

    Der Nebeneffekt ist, dass ich jetzt halt wohl öfter noch ein bisschen kribbeliger werde, bis ich bei „Fräulein wortReich“ wieder was zu lesen bekomme. Aber darüber kannst Du eh‘ nur schmunzeln, oder … 😉

    Liebe Grüße, und bleib bei aller Leidenschaft vorsichtig beim Klettern!

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    1. Vielen Dank. (:

      Ich versuche mich trotzdem regelmäßig zu Wort zu melden. Es gibt ja doch noch so viel zu schreiben!

      Vorsichtig bin ich – so weit es geht. 😀

      Liebste Grüße und ein schönes Wochenende!

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  2. Hm.. ich hab schon länger mal überlegt, klettern zu gehen. Aber ich bin ja meist eher so der Typ, der dann doch nicht so viel macht.
    Aber dein Eintrag motiviert mich. Ich schau gleich mal, wo ich in der Umgebung überall klettern könnte. Und gucke, wer mit mir dahin geht.

    Oder gehst du mit mir? 🙂

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    1. Das kenne ich ziemlich gut – muss mich da auch immer selbst überlisten, sonst würde ich an manchen Tagen gar nicht erst losgehen. Dieses Jahr wollt ich zum Beispiel immer mal draußen klettern gehen. Wie man sich denken kann, habe ich das nicht ein einziges Mal geschafft…

      Klar, mein Kletterpartner fällt im Moment eh immer öfter aus. 😀 Schau mal nach, was für Hallen es in deiner Nähe gibt: Vielleicht kann ich dann ja endlich mal eine neue testen. 🙂

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  3. Ich versuch ja zumindest einmal in der Woche schwimmen zu gehen. Ansonsten find ich Fahrrad fahren ja auch super, aber das ist ja immer so ein bisschen wetterabhängig. Leider bin ich eher der Schönwetter-Fahrer und ich bewunder still die Radler, die sich immerdurch wind und Wetter kämpfen. Achja und Yoga hab ich ja auch für mich entdeckt (: Da bin ich aber auch immer vom Kurs abhängig, weil ich es alleine zu Hause dann doch nicht mache. -.-

    Hab alles drei auch seit mehreren Wochen nicht gemacht und wenn ich einmal aufhöre fällt es mir schwer wieder reinzukommen.

    Morgen geht Yoga aber wieder los (war Pause wegen Herbstferien und vorher war ich ja weg) und Mittwoch will ich dann schwimmen 🙂

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    1. Mit dem Fahrrad fahr ich eigentlich auch immer – wenn es eben machbar ist. Bei Schnee und Regen nehme ich dann auch die angenehmere Variante. 😀 Aber du hast Recht, manche sind da knallhart und radeln egal bei welchem Wetter. (:

      Yoga habe ich auch eine zeitlang gemacht. Kann ich gut nachempfinden, dass du dich da nicht alleine zu aufraffen kannst. Ich bin seit heute auch wieder raus beim Klettern, nachdem ich etliche Leute zu motivieren versucht habe, aber keiner wollte mich begleiten und so habe ich es erst einmal verschoben. (Hoffentlich nur verschoben!)

      Ich wünsch dir viel Erfolg beim Aufraffen – hoffentlich klappt das und du kommst schnell wieder rein. (:

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  4. da sagst du was. wie sich mein leben verändert hat, seit ich arbeite, kann ich immer noch nicht so richtig fassen. nach 4 jahren. 😉

    leider kriege ich sport nach der arbeit überhaupt nicht hin. so gut wie nie. es ist ein jammer, weil es eigentlich sein müsste, aber du kannst dir die größe meines schweinehundes nicht vorstellen.

    immerhin hab ich es letzten donnerstag und heute geschafft, nach feierabend weihnachtsshopping zu machen. nun bin ich fast fertig mit allem und zufrieden und bisschen bewegt habe ich mich auch (ist ja mega anstrengend, diese tütenschlepperei). 🙂

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    1. Ich werde wohl auch noch etliche Jahre brauchen, um mich daran zu gewöhnen. 😀

      Kann mir sehr gut vorstellen, wie groß sein Schweinehund ist. Habe das Gefühl, dass ich meinen jedes Mal aufs Neue überwinden muss und bin dann aber umso stolzer, wenn ich trotz Motivationsprobleme zum Sport gehe (und dann sogar noch was schaffe 😉 )

      Das ist super anstrengend! Aber du bist gewitzt, jetzt schon anzufangen ist eine echt gute Idee. Jetzt ist der stress und die Hektik noch nicht allzu groß. (:

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