Zuckerherzen. (Fehmarn)

Teetante beim Kaffeklatsch

Kann einer von euch an kleinen, gemütlichen Cafés vorbei laufen? Solche, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erkennbar sind, weil das winzige Haus zwischen großen Häusern eingequetscht ist? Niemand kann das. Gerade wenn die Einrichtung ein bisschen zusammengewürfelt ausschaut, aber dennoch zusammenpasst. Gibt es irgendetwas schöneres, als in ein Café zu schlendern, den Kaffeegeruch zu atmen, leckere Torten zu erspähen und dann auch noch den allerletzten freien Platz zu bekommen?
Ich kann euch in Burg gleich zwei solcher Wunderstübchen empfehlen: Das Café Liebevoll und das Café Jedermann. Immer einen Besuch wert.
Wer dann noch abends Hunger hat, sollte sich im Kartoffelhaus eine Kartoffelpizza bestellen – wenn ich die nicht gegessen habe, dann war ich auch nie richtig im Urlaub. Denn die ist so lecker, man könnte fast meinen sie ist so lecker, dass man die jeden Tag essen könnte. „Normale“ Pizzen gibt es beim Italiener Da Gianni. Ich bin ja kein Pizza-Fan, aber hier könnte ich definitiv einer werden.

albertsdorf

Außerhalb von Burg haben es mir die Hofcafés besonders angetan. Zum Beispiel das Café Albertsdorf. Ich habe niiiiiie einen delikateren Schokokuchen gegessen als hier. Und das alles in einer berauschend schönen Atmosphäre unter Pavillons in ihrem Garten. Herrlich.
Weiterzuempfehlen ist auch das Café Sorgenfrei in Burgtiefe am Südstrand. Eingebettet in einer Düne, mit Blick aufs Meer, der beste Mandelkuchen überhaupt, leckeren Latte Macchiatto und spanischen Musikklängen.
In Altjellingsdorf wird man im Flora-Café pappensatt. In der umgebauten Scheune besteht die Wahl zwischen sämtlichen schmackhaften warmen Getränken. Dazu kann man sich pompöse Tortenstücke bestellen. Wenn man das Stück dann verdrückt hat, ist man den ganzen Tag lang satt – vielleicht sollte man das zum Frühstück essen, das würde eventuell die restlichen Mahlzeiten ersparen.

Schmackofatz

Und sonst so…

Selbstverständlich sind wir nicht nur durch Cafés und Läden gestrichen. Da gab es zum Beispiel die Museumstage. Die Urlauber aus der Wohnung unter uns haben uns nämlich Karten für das Übersee-Museum geschenkt, in das wir direkt hineinspazierten. (Sonst wären wir da niemals hingekommen!) Von außen sieht das eher unscheinbar aus, nicht so spannend. Aber man kann dennoch sehr viel entdecken. So viele unterschiedliche Dinge aus fernen Ländern habe ich noch nirgendwo gesehen. In jedem Raum erzählt dir der Abenteurer eine neue Geschichte zu dem ganzen Kram, welches er angeschleppt hat. Mit geschenkten Karten lohnt sich das!
In Burg, in einem gar nicht so groß aussehenden, sehr schiefen Haus, befindet sich das Heimat-Museum. Es geht über drei Etagen und ist ein bisschen sehr verwinkelt. (Verlaufen kann man sich darin.) Auch hier gibt es viel zu sehen: Von Strandfunden, über alten Foltergeräten bis hin zu Papierdrachen. Wirklich schön.

An einem Montagabend fanden wir uns dann in Burgtiefe am Südstrand im Tourismus-Zentrum wieder, wo die Charchulla Zwillinge einen Vortrag hielten. Jetzt mal ganz ehrlich: Das ist ein wirklich heißer Tipp! Ich habe seit langem nicht mehr so gelacht. Die beiden Brüder sind wirklich urige Gestalten, super witzig und super nett. Manfred hatten wir schon mal vor ein paar Jahren in der Karibik Bar getroffen, doch wenn man Jürgen noch hinzunimmt wird schnell klar: Zusammen sind sie noch viiiiel witziger!
Der Vortrag beschrieb ihre 4-Monatige Reise in Mexico. Der Super-8-Film ratterte so runter und die Kommentare waren zum schieflachen. Zum Abschluss gab es Musik der beiden.

surf

Aber nicht nur gute Vorträge können sie halten. Sie führen auch noch eine tolle Surfschule samt Verleih, Shop und Bar direkt am Burger Binnensee. Ist ja logisch, dass wir da mal einen alkoholfreien Cocktail trinken mussten. Ist ja auch logisch, dass wir da nach 2 Jahren Pause endlich mal wieder ein Brett und ein Rigg liehen und uns ins Wasser, gegen den Wind warfen. Ich hatte bis dahin vergessen wie wundervoll Windsurfen ist. Und gleichzeitig hatte ich verdrängt wie anstrengend das Ganze sein kann. Zu einem zweiten Wiedersehen mit dem Brett kam es jedoch nicht. Entweder war kein Wind da oder das Unwetter. Irgendwer gönnte uns das wohl nicht so ganz.

6 replies to “Zuckerherzen. (Fehmarn)

    1. Das kann ich dir sehr gut nachempfinden. Cafes haben etwas so heimeliges, wo man zur Ruhe kommen kann und gleichzeitig immer etwas los ist.

      Ich wünsch dir auch ein wunderschönes Restwochenende!

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    1. Das stimmt! Für mich eine der schönsten Insel dort oben. Aber die komplette Ostseeküste hat ja einiges zu bieten. (:

      Ich war mit meinen Eltern und meinem Bruder dort. Ein Familienurlaub also. 😉
      Oh, wie oft weiß ich gar nicht. Sechs, sieben Mal würde ich schätzen. Ist aber immer wieder aufs Neue schön!

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