Übermorgen ist das Morgen von Morgen

Klopft da etwa, mit lautem, windigen Toben, der Herbst an meine Tür? Wenn es so ist, dann mag ich fliehen. Dafür bin ich noch nicht bereit. Ich möchte keine Schals um meinen Hals schlingen und keine dicken Jacken über meine Lieblingspullover ziehen. (Das ist übrigens ein kleiner Vorteil: Die Lieblingspullover können wieder hervor gekramt werden, ohne dass man sich vorkommt, als würde man darin zerlaufen wie das Eis in der Waffel.)

Aber es gibt eine kleine Entschädigung für dieses Wetter, denn laut den Wettermenschen scheint der Sommer direkt um die Ecke. Und das finde ich wahrlich perfekt.
Ein kleines Versprechen an mich selber, werde ich nämlich diese Woche auch noch einlösen und da kann mir das Wetter ruhig sonnig sein. Am Mittwochmorgen, in aller Frühe (oh je, das ist gar nicht meine Zeit!) reise ich mit meiner Lieblingskommilitonin nach London.

Ich freu mich wahnsinnig all die wunderbaren Dinge wieder zu sehen. Wieder am London Eye vorbei zu schlendern und vielleicht endlich einmal mitzufahren. Oder den Tower of London von innen zu besichtigen. Vielleicht lerne ich dann auch endlich mal vernünftiges English. Und für den Herbst kann ich da auch schon einmal vorsorgen: Ich hamstre einfach den besten schwarzen Tee dieses Universums. Na gut, so viel schwarze Teesorten habe ich jetzt noch nicht probiert, aber ich küriere ihn trotzdem dazu.

Ein kleines Problem stellt nur das Packen da. Immer wieder frage ich mich, wieso ich für zwei Wochen Urlaub alles in meinen Lieblingskoffer bekomme, aber wenn ich dann nur sieben Tage unterwegs bin, wird es eng? Hat sich da irgendwer drin versteckt, der als Blinder Passagier mitreisen möchte? Ich würde da einige kennen…
Vielleicht liegt es auch an dem unbeständigen Wetter. Ich bin einfach überfordert damit, was ich mitnehmen soll. Winterjacke? Gummistiefel? Kurze Hosen? Es ist furchtbar anstrengend. Immer wenn ich gerade dachte, jetzt hast du die perfekten Outfits, frage ich mich, ob ich nicht doch eine Hose zu viel mithabe. Und in mir drin streiten dann die Modequeen und die Frostbeule darum, was wichtiger ist: Gut aussehen oder nicht frieren.
Ich habe mich für warme Klamotten und Gummistiefel entschieden. Die Engländer sind da ja eh auf meiner Seite – bei denen gehört das ja zum Tagesoutfit fest dazu. Deswegen mag ich die auch ziemlich gerne.

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Da ist es, das Auge

 

4 replies to “Übermorgen ist das Morgen von Morgen

  1. Ich wünsche Dir von Herzen eine schöne Reise mit vielen guten Eindrücken. Erhole Dich, genieße die Zeit.

    Für England habe ich viel Sympathie obwohl ich selbst noch nie dort war.

    Ich trinke gern Tee (sehr gern schwarzen mit Sahne und braunem Rohrzucker), ich liebe Scones (am liebsten mit der schönen etwas bitteren Orangenmarmelade), ich mag den typisch englischen Fußball, wie er in den unteren Ligen noch gespielt wird (habe da auch eine Lieblingsmannschaft!). Und die diversen Landschaftsschilderungen, wie man sie etwa in „Sturmhöhe“ von Emelie Bronte über die Gegend um Yorkshire findet, üben einen unglaublichen Reiz auf mich aus. – Ich mag die Schrulligkeit, die manchen Engländern nachgesagt wird und den englischen Humor.

    Ach ja, ich könnt‘ mich schon gut als blinden Passagier in Deiner Tasche vorstellen, obendrein hätte ich eine sehr nette Begleiterin …

    Liebe Grüße und eine glückliche Reise Dir, liebe Ines!

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    1. Vielen Dank 🙂
      Ich werde später sicher auch wieder darüber berichten. Und wenn es nur ein paar Fotos sind: Die Kamera ist immer dabei.

      Deine Sympathie gegenüber England kann ich voll und ganz nachvollziehen. Ich reise wirklich gern dorthin und hoffe, dass es auch diesmal wieder eine schöne Reise wird.

      Leider ist mein Koffer nun schon fast zum Rand voll, aber ich wünsche mir für alle, die dort einmal hinreisen möchten, dass dies auch wirklich einmal tun werden.

      Viele Grüße und lieben Dank!

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    2. Da könnte ich dir Cornwall empfehlen im Südwesten der Insel. Das wird vom Atlantik umschlungen und hat ein überraschend mediterranes Klima (wegen dem Golfstrom).

      Natürlich auch London, oder Scottland und, und, und.

      Ich habe mal drei Monate in England verbracht, und einige Vokabeln drauf. Aber den Humor zu verstehen, das verlangt einiges ab.

      Luise

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      1. Beneidenswert 🙂 Ich würde auch gerne eine zeitlang nach England gehen, um mein Englisch aufzubessern. Gerade weil das Britisch Englisch so wunderschön klingt und sie ja doch ziemlich klar sprechen.

        London fand ich beim letzten Mal schon wundervoll. Auch dieses Mal hat es mir viel Spaß gemacht. Aber nun würde ich wirklich gerne ein paar andere Flecken Englands entdecken. Auf jeden Fall reise ich sehr gern dorthin.

        Der Humor ist wirklich eine Sache für sich. Schwierig zu verstehen ist das allemale. Da sind die wirklich ziemlich eigen. 😛

        LG Ines

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