Open Flair Festival// Samstag: Musikgeküsst

Der Tag startet wieder mit Musik. Dieses Mal jedoch ziemlich spät. Um 16 Uhr betreten wir das Gelände und bekommen noch den Rest der Band Herrenmagazin mit.
Da wir auch von der gegenüberliegenden Bühne den Auftritt verfolgen können, wechseln wir recht schnell dorthin. Hier warten wir dann.

Die Sonne knallt auf meine schwarze Hose, die vom ganzen Staub schon Grau ist. Meine Schuhe erkenne ich eigentlich gar nicht mehr wieder. Trotzdem stehen wir hier und lauschen Bosse. Er hat eine ziemlich komische Zeit erwischt. Zwischen dem 1.000 Bier des Tages und dem Mittagsschlaf. Trotzdem sind die Leute da, um mit ihm zu federn. Das Publikum ist einfach nur ziemlich laut, ziemlich fair und ziemlich betrunken. Obwohl man zu Bosses Liedern eigentlich nicht unbedingt tanzen kann, ist doch jeder in Bewegung, weil er es einfach versteht die Leute anzuheizen. Nett, ihn mal wieder auf der Bühne zu sehen, auch wenn ein Festival immer etwas anderes ist, als ein Konzert.

Die Beine tun weh, die Kraft lässt nach. Wir sitzen am Auto und trinken. Die Menschen ziehen in Scharen vorbei, und ich checke doch noch einmal lieber, wen wir da gerade verpassen und wen die Leute sehen wollen. Flogging Molly. Eine Irish-Folk-Punkband. Klingt nicht schlecht. So raffen wir uns wieder auf, reihen uns in die Schlange ein und gesellen uns zu den anderen vor die Bühne. Die Beine und Arme, der ganze Körper zappelt und um uns herum steigt der Staub auf. Irische Musik ist einfach immer gut.

Nach Triggerfinger, den wir uns nur ganz kurz ansehen und dann eher zuhören, stehen wir wieder vor der Hauptbühne und warten. Diesmal auf eine grandiose Band und mein persönliches Highlight des Tages. Das Warten hat sich gelohnt. Schon beim ersten Lied, tobt das Publikum. Die Gitarren, der Bass, das Schlagzeug, alles schrillt in meinen Ohren und dann diese fabelhafte Stimme des Schottens. Biffy Clyro legen eine ganze Partie gute Laune auf den Tisch. Und plötzlich brennen meine Lippen, wie nach einem langem Kuss. Es ist nur der Staub der sie trocknen lässt, aber ich fühle mich auch Musikgeküsst. Enden soll es bitte nie, dieser Auftritt von dieser unglaublichen Band. Komischerweise ist um uns herum noch einiges an Platz, doch als ich auf den Schulter über die Menschenköpfe blicke, sehe ich, dass es Tausende hierher gelockt hat. Schade, dass ich die drei mit allen teilen muss.

Nach den Schotten endet der Festivaltag auch schon fast. Wir drängeln uns durch die Menge zum Auto und von dort aus zu Seebühne weiter. Hier spielt U3000. Die meisten strömen jedoch zu den Sportfreunde Stiller, die ich nicht unbedingt sehen muss. Also lassen wir die Musik für heute hinter uns.

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