Sport von B bis Y

Gestern erst habe ich überlegt, für welchen Sport ich mich denn nun mal entscheiden möchte. Aber dann ist mir klar geworden: Ich will mich gar nicht für einen entscheiden. Ich will alles! Allesallesallesalles. Wie ein kleines Kind, was nicht weiß, welchen Lolligeschmack es sich aussuchen möchte. Warum sollte ich nicht alles ausprobieren, von dem ich denke, dass es mir Spaß machen könnte? Leider kommt dann meistens eine überschwingliche Euphorie dabei heraus. Nun habe ich sämtliche Sportarten getestet und nichts perfektioniert. Warum nicht? Weil ich dafür einfach nicht geschaffen bin. Ich brauche Abwechslung und was ausgefallenes. Ins Fitnessstudio stell ich mich daher ganz sicher nicht. Nein, danke. All die verschwitzen, hässlichen Menschen. Oder die eingebildeten Weiber und Kerle. Scheint mir eher wie eine große Beziehungssuchanzeige, das ganze.

Jetzt habe ich mal einen kurzenlangen Überblick zusammengestellt, was ich bis jetzt so getestet habe.

Im Winter:

Snowboarden
Ich glaube wirklich, dass das nicht für jeden was ist. Sobald das Board merkt, dass du die Abfahrt gar nicht nehmen willst, frisst du erstmal eine Ladung Schnee. Angst darf man hier nicht mitbringen. Gleichgewichtssinn und Balance hingegen unbedingt. Wer denkt, dass man das einem Tag mal locker lernt, hat sich geschnitten. Hier muss man Zeit mitbringen, dafür kann man aber ziemlich viel Spaß dafür bekommen. Fairer Tausch, oder nicht?
Spaßfaktor: 8 von 10
Kombination aus Natur und Sport: Mehr geht nicht.
Anstrengung: Hält sich in Grenzen. (Kommt vor allem auf das Können an)

Langlauf
Wer keine steilen Hänge mit den Skiern nehmen will, sondern sich mal richtig auspowern möchte, für den ist Langlauf auf jeden Fall was. Man sollte nicht unbedingt ein kompletter Körperklaus sein (selbst dann lernt man es, auch wenn man dafür etwas länger braucht), aber im Grunde schafft das jeder ziemlich schnell. Und wenn dann doch mal ein Hügel kommt, den man elfenhaft hinunterschlittern kann, ist das ganze auch mal entspannt. Ein hoher Spaßfaktor ist auf jeden Fall enthalten.
Spaßfaktor: 7 von 10
Kombination aus Natur und Sport: Gute Kombination.
Anstrengung: Anstrengend!

Im Sommer:

Windsurfen
Wasser ist mal gar nicht mein Element. Doch es gibt nichts schöneres, als auf dem Brett über die kleinen Wellen zu düsen und dabei auch noch lässig auszusehen. Währenddessen merkt man nichts von der Anstrengung, aber den Tag danach hauts dich schonmal um. Balance, Gleichgewicht, sind auch hier das A und O. Vielleicht nicht unbedingt für jeden was, aber ausprobieren sollte man das. Denn wenn es einmal getestet wurde, wartet man auf den nächsten Wind, auf das nächste Brett, auf den nächsten Sommer.
Spaßfaktor: 9 von 10
Kombination aus Natur und Sport: Mehr geht auch hier nicht.
Anstrengung: Je nach Windstärke.

Frühling/ Herbst:

Kanu fahren
Ist das Sport? Wer jemals eine Tour mit dem Kanu gemacht hat, weiß es. Ja, es ist Sport. Gerade für untrainierte Arme. Auch wenn man anfangs etwas zögerlich im Boot sitzt, hat man sich schnell ans leichte schwanken gewöhnt und will einfach nur die Umgebung erkunden. Selbst wenn man nach ein paar Stunden die Arme nicht mehr heben kann.
Spaßfaktor: 8 von 10
Kombination aus Natur und Sport: Perfekte Kombination.
Anstrengung: Für die Arme = Hola die Waldfee.

Skaten
Paar Mal auf dem Rollbrett gestanden, aber irgendwie vertragen wir uns nicht so gut. Es ist eher eine Hassliebe. Fahren ist echt lässig und man kommt auch noch schnell von einer Stelle zur nächsten, aber so Tricks und so ist eher nichts und so. Denke da bleib ich dann doch von weg.
Spaßfaktor: 5 von 10
Kombination aus Natur und Sport: Mit dem Knie auf dem Beton ist keine Natur.
Anstrengung: Hab ich immer vermieden.

Ganzjährig:

Fahrrad fahren
Jaha, liebe AutofahrerInnen! Man kommt auch schnell UND günstig zum Ziel und nebenbei macht man noch was für die Figur! Also ohne Fahrrad geht bei mir gar nichts mehr. Das ist pure Liebe. Immerhin hat mein Rad ja auch ein Namen bekommen. Da schwingt man sich mal lässig drauf und ab geht die Sause.
Spaßfaktor: 10 von 10
Kombination aus Natur und Sport: Schon ganz schön!
Anstrengung: Je nach Bergen und Länge der Strecke.

Reiten.

Seit ich ein kleines Kind war, bin ich geritten und leider, leider, leider, und nochmal LEIDER, habe ich es irgendwann aufgegeben. Nicht weil ich die Pferde irgendwann für Kleinmädchen-Kram gehalten habe, sondern weil mir einfach keine Zeit dafür blieb. Mittlweile würde ich einiges dafür geben mal wieder auf dem Rücken eines Pferdes zu stizen. Allerdings nicht im Westernstil, denn das ist gar nicht mein Fall. Aber ansonsten ist reiten ein ziemlich guter Sport, der einen auslastet und gleichzeitig beruhigt.
Spaßfaktor: 6 von 10
Kombination aus Natur und Sport: Bei Ausritten erste Sahne. Und nicht nur Natur und Sport, sondern auch noch Tier.
Anstrengung: Kaum, außer wenn man lange nicht geritten ist.

Klettern
Wenn ich überlegen müsste, welcher Sport von allen am heftigsten war, dann ist es glaub ich das Klettern. (Obwohl jeder Sport ja so seine kleinen Fallen aufstellt.) Hier jedoch ist der komplette Körper in Aktion und zusätzlich höchste Konzentration gefragt. Ebenso braucht man eine Portion Vertrauen in die Person, die einen sichert. In der Halle eine super Sache. Für draußen, trau ich mich das glaub ich nicht so. Ich brauche meinen abgesteckten Rahmen.
Spaßfaktor: 8 von 10
Kombination aus Natur und Sport: Wenn man nicht gerade draußen klettert – nein. Also für mich – nein.
Anstrengung: Alter Schwede, ja.

Badminton
Hier ein Schlag, da ein Schlag. Nee, kein Boxen! Badminton ist der typische Auf-der-Wiese-Im-Sommer-Sport. Nachdem ist das jedoch mal in der Halle gespielt hatte, bei einem „Trainer“ der sich für das ganze nicht so begeistert hat und dann auch noch pampig wurde, spiele ich das wirklich nur noch im Sommer. Auf der Wiese. Mit Freunden und ohne Wind.
Spaßfaktor: 4 von 10
Kombination aus Natur und Sport: Barfuß kann man da schonmal ja sagen.
Anstrengung: Keine.

Yoga
Einatmen, ausatmen. Ich bin ein Baum. Ich bete die Sonne an. Ich kann alles. Wer nicht gerade ständig über die doofen Kommentare beim Yoga lachen muss, und sich darauf wirklich einlassen kann, für den ist das sicher was. Alleine macht mir das Spaß, zu zweit oder gar in der Gruppe wird mir das zu albern. Allerdings ist das anstrengender als man(n) denkt.
Spaßfaktor: 5 von 10
Kombination aus Natur und Sport: Bis jetzt nicht.
Anstrengung: und Konzentration, ja wohl!

4 replies to “Sport von B bis Y

  1. Ach herrlich! Echt, ich musste so lachen, als ich das zum skaten gelesen hab. 😀

    Wie oft bist du denn schon Windsurfen gewesen?
    Ich hatte dafür damals einen Jugend- und Erwachsenenschein gemacht, zwei Wochen in Frankfreich auf dem Salagou-See war DAS Highlight.

    Und wie ist denn der Name deines Fahrrads?
    Mein Fahrrad hat auch einen Namen: Roter Blitz Thomas.. :DD

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    1. Skaten ist wohl nicht so mein Ding. 😀

      Das klingt echt super. Warst du seitdem mal wieder surfen?
      Ich bin seit ein paar Jahren immer mal eine Woche im Sommer surfen. Das Meer ist zu weit weg, um das regelmäßiger zu tun. Schade drum. Aber der nächste Sommer kommt ja bald…

      Roter Blitz Thomas 😀 Origineller Name.
      Mein Fahrrad habe ich irgendwann mal Wanda getauft. 🙂

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      1. War ich leider nicht mehr.. steht aber auf meiner unfassbar langen To-Do Liste.
        Schön.. Was benutzt du denn da für ne Segelgröße? 🙂

        wanda ist auch geil, klingt so magisch. War nicht zufällig`damals ein fliegender Besen? 😀

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      2. To-do-listen sind super. Sowas habe ich mir neulich auch erstmal erstellt.
        Segelgröße ist immer nach Windstärke unterschiedlich. Aber meist ist das eher nicht so riesig, weil ich jedes Mal erstmal wieder reinkommen muss, nach der ganzen langen Zeit. 🙂

        Ich denke wenn, dann eher ein störrischer Esel. 😀

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