Paris (Tag 2): Prunk, Protz und Prahlerei

Schloss Versaille; Spiegelsaal; Markt

Pünktlich um 8.30 Uhr hielt der Bus vor unserem Hotel und wir ließen uns auf unseren alten Plätze nieder. Von der grauen Umgebung, die draußen am Fenster vorbei flog, bekam ich kaum etwas mit. Häuser waren es, soweit kann ich mich erinnern. Nach einer halben Stunde Busfahrt waren wir schon angekommen. Heute ging es nach Versaille, zum Schloss des Sonnenkönigs. 
Wir hatten vier Stunden Zeit und wollten auch noch den traditionellen Markt in den Nebenstraßen begutachten. Über den riesigen Platz, auf Kopfsteinpflaster entlang, vorbei an der Statur von Ludwig auf seinem Ross. Das Tor seines Schlosses war schon imposant genug. Die aufgehende Sonne spiegelte sich in dem Gold. Hinter dem Tor ragten die riesigen Gebäude hervor. Sie wirkten leicht rosa.

Wir schlichen an den Anstehschlangen vorbei, zückten unseren Personalausweis und liefen durch die Kontrolle. Was für eine gute Idee von den Franzosen, alle Museen erst ab 26 Jahren kostenpflichtig zu machen. Jetzt, wo wir also drin waren, begannen wir zur schlendern. Das erste was ich sah, war eine große Menschenansammlung die vor einer noch größeren Tür stand. Alle fotografierten in den Raum hinein. Auch wenn ich noch nichts sehen konnte, stellte ich mich einfach mal dazu und drängelte mich gewitzt nach vorne. Es hatte sich gelohnt. Ein riesiger Raum, nein eher ein Saal lag vor mir und ich blendete einen Moment die Menschen rechts und links neben mir aus, um ein Foto zu machen und die Deckenmalerei zu begutachten. Dann drängelte ich mich weiter.
Wir folgten dem Rundgang durch eine Art Flur hindurch und die Menschen wurden weniger. Ja weniger, sie verschwanden natürlich nicht komplett. Wir trödelten an hohen weißen Türen vorbei, die verziert mit Gold in meinen Augenwinkeln glitzerten. Immer wieder standen weiße Skulpturen in den Gängen. Wir kamen in einen Raum (äh, oder eher eine Halle?) in der ein riesiger Kamin an der Wand eingebaut war. In diesem Kamin lagen doch tatsächlich dicke, fette Baumstämme. Die brauchten also damals einen ganzen Wald, um ihre Räume – pardon – Hallen zu erwärmen.

Die Decken- und Wandmalereien hingegen fand ich ganz umwerfend. Was es dort alles zu entdecken gab! Engel und Schlachten, nackte Frauen und Waffen. Fast die meiste Zeit wäre ich mit dem Kopf im Nacken durch die Gänge und Hallen geschlichen, doch auf die Möbel waren unglaublich schön anzusehen. Unerwarteter Weise standen wir im Spiegelsaal. Der berühmte Spiegelsaal! Selbstverständlich konnten wir die Atmosphäre vollkommen in uns aufnehmen. War ja sonst keiner da, außer wir und 400 andere Menschen, die hektisch hindurch schritten. Manche brüllten sich in fremden Sprachen etwas zu. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass bekannte Sehenswürdigkeiten die Menschen in Nervosität und Hektik versetzt. Sie wissen nicht, wohin sie zuerst gucken sollen. Sie schauen wild umher und wollen jedes Detail in ihrem Gedächtnis speichern. Ich schaute mich bewusst gelassen um.
Die Spiegel an allen Seiten. Die Kronleuchter funkelten mich von oben herab an. Prunkvoll war er schon, der Spiegelsaal, doch wie immer mit den Sehenswürdigkeiten: Nicht so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Oder hatte ich mir vorher überhaupt Gedanken darüber gemacht?

Es ging weiter. Der Rundgang führte uns in prachtvolle Schlafgemächer. Ein Traum von Bett. Selbst die Tapete war im gleichen Muster und der gleichen Farbe. Das Bett war wie ein Chamäleon. Es ging fast unter bei dieser gleichen Wand und das, obwohl es so unglaublich riesig war. Am liebsten wäre ich die kleinen Stufen hinauf gegangen, hätte mich in das Bett gelegt und getestet, ob es wirklich so bequem war, wie es aussah. Schnell weiter, bevor ich es noch in die Tat umsetzte. Vorbei an großen Speisesälen mit edlen antiken Stühlen, gelangten wir zu einem weiterem Schlafzimmer. Das sah schon femininer aus. Mit Blümchenmuster. Es gefiel mir noch besser als das erste. Alle Betten waren mit einem kleinen goldenen Zaun vom Rest des Zimmers abgetrennt. Privatsphäre seit anno dazumal.

Ich fühlte mich unglaublich wohl in diesem Schloss. All die teuren Möbel (auch wenn wir vermuteten, dass die echten im Keller standen) und die Bildergalerien, mit all den Königen und was nicht alles, darauf. Die Paravants, das Klavier, selbst die Fenstergriffe, die Verzierungen an den Decken und den Wänden. So viele Details wie möglich versuchte ich in mich aufzusaugen, wie ein trockener Schwamm der die Pfützen aufsaugt. 

Nachdem wir den Rundgang beendet hatten, liefen wir natürlich geradewegs in den Shop hinein. Ich war nie wirklich für diese ganzen Königinnensachen und Kitschdinge, aber Frankreich hat mich wohl weich geklopft – oder es waren einfach wirklich wunderschöne Sachen.  Als wir die Postkarten sahen, kam es uns plötzlich so vor,  als würden wir einiges verpasst haben. Noch einmal zurückgehen kam eh nicht in Frage, also standen wir wieder im Innenhof und freuten uns über den blauen Himmel. Dann entdeckte ich das Schild. Frauenschlafsääle… Ah. Auf, auf. Wir liefen also ins nächste Gebäude hinein. Diese Ausstellung war nicht sehr groß und hatte auch keine spektakulären Betten zu bieten. Als wir durch die Tür wieder nach draußen traten blieb uns nur noch der große Garten.

Langsam schlichen wir durch einen gigantischen Torbogen um die Ecke. Nach Luft schnappend sah ich mich um. 100 Hektar Garten… (GARTEN?!)..Land lagen vor uns. Es konnten Buggys gemietet werden, um den Schlossgarten besser erkunden zu können. 
Der riesige Brunnen zur unserer rechten war schon eher ein angelegter See.  Ich konnte mir den Wasserverbrauch lebhaft vorstellen, denn als wir zur den Stufen kamen, die direkt vor dem riesigen mittigen Brunnen lagen, konnte man auf einen so großen Park hinuntersehen, das mir wirklich die Worte fehlten. Da konnte man sich locker mal drin verlaufen! Hier oben allerdings- das hat er sehr schön durchdacht der Ludwig- lag einem der Park mit seinen vielen Brunnen zu Füßen. Einfach schön. Das Schloss selber wirkte von der Gartenseite aus noch größer und imposanter. Das war mal ein kleines Jagdschlösschen, kaum zu glauben!
Mit hätte der Anbau auf der einen Seite ja schon gereicht, aber nö, wenn man das Geld hat, kann man auch noch was dran bauen.

Wir hatten unseren Schlossbesuch beendet und stellten verdattert fest, das noch viel Zeit war. Also ging es Richtung Markt. Zuerst mussten wir wieder den großen Kopfsteinpflasterplatz überqueren um dann die riesige Straße entlang zu laufen. Rechts und links waren die Gehwege von Bäumen gesäumt. Selbst die Gehwege waren schon so breit, wie die normalen Straßen die ich kenne.. 
Die Markthallen waren aus dunkelroten Stein und um sie herum lag der Marktplatz, der so gerammelt voll war mit Ständen und Menschen, das kaum noch ein Bein an Land zu kriegen war. Wir verschwanden in der ersten Halle und auch hier: Stände. Ich schaute mich genauer um.. Hmmm. Käsestände, Obststände, Fisch und Fleisch. Alles, wirklich alles, was man brauchte, gab es hier zu kaufen.  Wir irrten zwischen den turbulenten Ständen umher, raus aus der Halle, vorbei an Honig, Süßigkeiten, Käse, rein in die Halle. Gewürze, wieder Fleisch und Fisch. Ich bekam Hunger.

Nachdem wir bemerkt hatten, dass wir hier zwar satt werden könnten, aber auch gleichzeitig sehr arm, entfernten wir uns vom bunten Markttreiben um einen Bäcker zu suchen. Mit niedlich geformten Backpapier liefen wir aus der lang gesuchten Bäckerei wieder hinaus. In einem Außenbezirk müsste das Essen doch etwas günstiger sein. Nein, war es nicht. Wir klapperten sämtliche Essenslisten von Restaurants ab und blieben dann doch nur wieder vor einer Fast Food Kette stehen. Wir hatten schon bald unsere Pommes verzehrt und beeilten uns nach draußen  zu kommen. Ein bisschen umherschlendern wollten wir noch. In einer Nebengasse fanden wir Spielzeug
läden und kleine Hinterhöfe. Und plötzlich befanden wir uns irgendwo abseits, zwischen Antiquitätenläden.

Eine Passage zog uns förmlich an. Es war ein komplettes Haus. Das Untergeschoss war umgebaut zu mehreren kleinen Läden und wir konnten uns beim hindurchgehen nicht satt sehen an den alten Bilderrahmen, Stühlen und Schränken. Wie im Schloss. Nur das man diese Sachen alle kaufen konnte. Wow.
Im Carré gebaut lagen die winzigen Läden und in der Mitte der kleinen Gasse stand ein italienisches Restaurant. Wir blickten nur für zwei Sekunden auf die Angebote und zogen dann weiter. Nun hatten wir schon viel von diesem Ort gesehen und machten uns langsam auf den Rückweg, wohl wissend das noch Unmengen an Zeit war.

Während wir uns der Abfahrtsstation nährten schwenkten wir aber doch noch einmal in die Seitenstraßen ab. Kleidungsgeschäfte, teuer und schick, lagen hier nebeneinander. Dann fanden wir tatsächlich einen Laden, in dem wir günstig Postkarten erwerben konnten. 30 Cent, das ist ja ein Schnäppchen. Wir schlugen zu. 
Wir ließen es uns nicht nehmen, noch einmal über den großen Sonnenplatz zu schlendern und prompt wurden wir von den Schwarzhändlern angelabert. Ich zog meine Freundin weiter, doch sie blieb abrupt stehen. „Was? 5 Eiffelturmanhänger für einen Euro?“ Ich konnte sie nicht mehr daran hindern zurück zu gehen und schon stand sie souverän vor dem Typen und fragte nach.
Schon nach ein paar Minuten warten, kam der Bus angerollt. Erschöpft vom vielen Laufen, doch hätten wir geahnt welche Strecken noch vor uns liegen würden, ach wir hätten nur gelacht.

DSC07083DSC07068
Das Schloss des Sonnenkönigs im Regen

Panoramaturm; Montparnasse

Nun sollte es erst einmal zum Panoramaturm gehen, von wo aus wir Paris aus höchster Höhe begutachten durften. Die Tickets waren schon gekauft. Durch Montparnasse fuhren wir dann zum Gebäude des Panoramablicks. Dann erst blickte ich nach oben und fühlte mich in dem Moment wie in Berlin. Ich erlebte ein Deja vu. In Berlin waren wir auch mit dem „schnellsten Aufzug Europas“ in den 36. Stock gefahren und hatten uns die Stadt von oben angesehen. Hier würde es genauso kommen. Schön, dass jedes Land behauptete den schnellsten zu haben. Ich folgte unbeeindruckt der Reiseleitung. Wir traten durch die Tür und befanden uns in einem kahlen Raum. Es ging weiter durch enge Gänge. Unsere Taschen wurden kontrolliert und schon befanden wir uns in der Schlange vor dem Fahrstuhl. Nur ein paar Sekunden später winkte uns der Mann hinein. Ich fand es schon recht eng und wirklich seriös sah das auch nicht aus. Niemand drückte auf den Knopf und wir warteten und warteten. Also drückte ich, ich stand ja eh am nächsten dran.

Endlich schlossen sich die Türen und der Fahrstuhl tuckerte los. Ich bemerkte nichts von der Beschleunigung und fand ihn daher echt lahm. Wie ein normaler eben auch. Also war ich ausnahmsweise mal enttäuscht von den Franzosen, dass sie uns so einen Quatsch auftischten. Die Türen öffneten sich wieder und wir folgten den anderen nach draußen. 
Ich kam mir vor wie in einem Käfig, da mir die Stadt nun zu Füßen lag, ich sie aber nicht richtig wahrnehmen konnte, weil die Gitterstäbe zum Schutz davor gebaut waren. Wir stiegen nun noch ein paar weitere Stufen nach oben und dort war ich endlich angekommen. Die Aussichtsterrasse war rundherum verglast, damit man nun endlich die Stadt bewundern konnte. Und das tat ich. Staunend schaute ich hinab. Unfassbar. Unglaublich. Riesig. Schön. Wo man nur hinsah waren Häuser, weiße, große Häuser und volle Straßen. Sie erstreckten sich bis zum Horizont. Hier konnte Paris dann doch noch Punkten, denn diese Stadt war wesentlich größer als Berlin. Ich konnte mich nicht satt stehen. Der Eifelturm, so winzig klein. Notre Dame. Eisenbahnschienen hatten sich ihren Weg durch die Stadt gebahnt. Es sah aus wie eine riesige Miniaturlandschaft und ich konnte immer noch kaum fassen wie schön es war.

Ich entdeckte einen enorm großen Friedhof und fragte mich, ob es der war, auf dem Jimi Hendrix begraben lag. P. wurde langsam nervös und drängte unausgesprochen weiter zugehen. Eine letzte Runde ließ ich mir jedoch nicht nehmen. Und dann kam mir die Idee ein Foto zu machen. Mal abgesehen davon, dass ich schon die ganze Zeit wild rumknipste, kam mir da die kreative Idee. Ich wollte den Eifelturm tragen. Wir verbogen uns also und sahen bestimmt ziemlich blöd dabei aus, aber es klappte. Auf den Fotos hatten wir den Eifelturm als winzigkleines Objekt in der Hand. Ein schönes Andenken.
Eine weitere Runde wollte selbst ich dann nicht mehr gehen. So liefen wir die Stufen herunter und durch das Treppenhaus zurück. Unten anekommen, stürtzen wir nach draußen. Schon wieder ein Weihnachtsmarkt. Mein Magen erinnerte mich daran, dass er doch endlich mal etwas richtiges zu Essen wollte. Ich ignorierte ihn und wir machten uns auf den Weg.

Unser Ziel war es von hier aus die große Shoppingstraße in Montparnasse abzulaufen und dann zum Bootsanleger zu schlendern, um die Bootstour mitzumachen.
Tatsächlich liefen wir die große breite Straße entlang, die wir vorher mit dem Bus gefahren waren. Nur blieben die guten Geschäfte aus. Aber immerhin gab es überall Bäcker. Die brauchte ich aber im Moment nicht. Wir liefen und liefen. Irgendwann kamen wir von der Straße ab und befanden uns in einer Nebenstraße. Allerdings war die so groß, dass wir nicht bemerkten das wir falsch waren. Wir freuten uns über die originellen Läden. Irgendwann kam es uns dann doch spanisch vor, dass die Straße nicht endete. An der nächsten Metrostation hatten wir dann die Faxen dicke. Wir holten unseren Stadtplan hervor und schauten auf die Straßennamen. Rue de Emile Zola. Aha? Nun bemerkten wir, dass wir parallel zur eigentlichen Straße liefen. Da wir uns an einer etwas verzwickten Kreuzung befanden, probierten wir uns zu orientieren in welche Richtung es denn nun weiterging. Die Straßennamen auf den Schildern und die auf der Karte stimmten nicht überein. Auf gut Glück liefen wir los.

Die Gegend wurde mysteriöser und leerer. Die Touristen verschwanden, die Straßen wurden enger. Hier waren wir schon einmal gewesen! Wir mussten nur noch über die Kreuzung. Endlich sahen wir sie. Die Seine. Es begann wieder zu regnen. Der Kiesweg an der Seine war beige und wir passten mit großer Aufmerksamkeit auf, nicht in die riesigen Pfützen zu treten, die sich teilweise als ganze Seen ausbreiteten. Mir gefiel es. Die Seine schwappte unruhig und dunkel gegen ihre Ufer. Ich schaute immer wieder auf die kleinen Wellen.

Bootstour auf der Seine; Montematre

Uns kam der Weg nun wirklich endlos lang vor. Die Füßen begannen zu schmerzen und die Energie ließ nach. Wir hatten wenig geschlafen und waren ständig unterwegs, irgendwann merkte man das. Und wir erwarteten hinter jeder Brücke den Bootsanleger. Wir liefen an zwei, drei Brücken vorbei, immer frustrierter. Der Eifelturm war leise und still rechts neben uns aufgetaucht. Wir waren Kilometer weit gelaufen. Unglaublich. Irgendwo musste doch jetzt dieser Anleger kommen! Noch eine Brücke… noch eine.. Und dann endlich! Das Schild des Anbieters. Wir liefen die Auffahrt hinunter und zückten unsere Karten. Es hatte aufgehört zu regnen.  
Zuerst ließen wir uns drinnen nieder, doch dann bemerkten wir, dass wir kein einziges Foto machen konnten. Also klappten wir draußen zwei der orangen Stühle runter, trockneten sie und setzten uns. Schon wenige Minuten später ging es los. Dann kam die Enttäuschung. Wir waren so weit gelaufen und hatten uns, nach dem Sitzen, auf tolle Sehenswürdigkeiten gefreut. Leider war dem nicht so. Die meisten Sehenswürdigkeiten waren auf der linken Seite, wir saßen auf der rechten. Die Moderation der Sehenswürdigkeiten wurde auf englisch, französisch, spanisch, italienisch und zwei asiatischen Sprachen gehalten. Wir warteten vergeblich auf die deutsche Ansage. Als es uns dann zu kalt und ungemütlich wurde, setzten wir uns rein. Wir waren einfach nur noch froh sitzen zu können und enttäuscht nichts zu verstehen. Das hatte sich nicht gelohnt. Müde schauten wir starr gerade aus. Das Schiff legte wieder an. Und so traten wir in die Kälte und trotten zur nächsten Metrostation. Auch hier mussten wir erst wieder an der Seine entlang.

DSC07095DSC07098
Blick vom Panoramaturm aus & die Bootstour

Es war bereits dunkel geworden und unsere Augen müde. Am Grand Palais vorbei fragten wir uns durch. Endlich die U-Bahn!  
Verloren stolperten wir die Treppen nach oben. Dieser verdammte Hunger. Hier, im Künstlerviertel Montematre wartete schon Rieke mit dem Wein auf uns. Es kamen noch weitere aus der Gruppe dazu. Ein Rundgang war geplant. Allerdings schüttete es so in Strömen, das wir schon die Lust verloren. Trotzdem ließen wir uns Wein einschenken und warfen den Becher direkt weg. Widerlich. Dann ging es los. Wir hielten ständig Ausschau nach einer Essensbude, doch wir fanden keine. Es ging die kleine Straße zur Sacre couer entlang. Im Gegensatz zum letzten Mal hatten nun einige Geschäfte noch offen, allerdings war nicht viel Andrang. Wir trotten weiter. Kamen an kleinen Straßen und dem Weihnachtsmarkt vorbei. Rechts und links Geschäfte, die wir nicht wahrnahmen. An einem Tor blieben wir stehen. Rieke erzählte von der Mauer, auf deren einer Seite in allen Sprachen der Welt „Ich liebe dich“ stand. Ich merkte mir das träge für morgen vor. Wir hatten nämlich beschlossen, zurückzukommen, wenn der Regen aufgehört hatte und wir mehr Energie hatten…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das:
close-alt close collapse comment ellipsis expand gallery heart lock menu next pinned previous reply search share star